2008.10.19 Neuss : 1860 tritt ohne Bierofka zum Süd-Derby an

Trotz des Ausfalls von Torjäger Daniel Bierofka will 1860 München heute (14.00 Uhr) gegen Fürth den Aufwärtstrend bestätigen. Unter Druck steht der MSV Duisburg gegen Ingolstadt.

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Daniel Bierofka (r.) muss irgendwie ersetzt werden

Im Süd-Derby will der aufstrebende Zweitligist 1860 München gegen die SpVgg Greuther Fürth bestehen, der MSV Duisburg läuft Gefahr die Aufstiegsränge aus den Augen zu verlieren und beim Hessen-Derby zwischen SV Wehen Wiesbaden und FSV Frankfurt warten beide Teams auf das Ende einer Negativserie. Auch wenn man vergeblich nach der absoluten Top-Begegnung sucht, so enthält die Zusammensetzung der heutigen Partien des 8. Zweitliga-Spieltags reichlich Brisanz.

Die mit drei Niederlagen aus drei Spielen katastrophal in die Saison gestarteten Münchner "Löwen" empfangen mit der SpVgg Greuther Fürth einen Klub, der in den vergangenen Jahren stets um den Aufstieg mitgespielt hat, dem aber letztendlich der große Wurf versagt blieb. Auch in dieser Spielzeit rangiert das Team von Trainer Benno Möhlmann wieder in aussichtsreicher Position. Die Hoffnungen des aktuell besten Angriffs der Liga ruhen dabei auf Stürmer Sami Allagui, der mit acht Treffern in sieben Spielen in der Torjägerliste ganz vorne steht.

Duisburg empfängt Bayern-Bezwinger Ingolstadt

Allerdings fehlt für das Spiel bei 1860 sein Sturmpartner Stefan Reisinger. Der Ex-"60er" laboriert an einem Muskelfaserriss und wird das Spiel an alter Wirkungsstätte nur von der Tribüne aus verfolgen können. Doch auch der aufstrebende Gastgeber, der die letzten drei Pflichtspiele ohne Niederlage bestritt, muss einen personellen Rückschlag verkraften: mit Daniel Bierofka fällt bei den "Blau-Weißen" der Torgefährlichste Akteur wegen einer Bandscheiben-Operation bis zum Jahresende aus.

Der MSV Duisburg empfängt daheim den gefährlichen Aufsteiger aus Ingolstadt. Die Bayern sind seit drei Spielen ungeschlagen, tankten während der Länderspielpause mit einem Sieg über Rekordmeister Bayern München weiteres Selbstvertrauen und sammelten bislang nur einen Punkt weniger als die "Zebras". Zuletzt verbuchte das Team von Trainer Thorsten Fink einen 4:2-Erfolg über Hansa Rostock. Der MSV muss kurzfristig auf Verteidiger Mounir Chaftar verzichten, der beim Joggen umknickte.

Im Hessen-Derby hofft der SV Wehen Wiesbaden auf eine Ende der Talfahrt. Die Überraschungsmannschaft der letzten Saison (8. Platz) ist noch nicht in der Saison angekommen. Als Tabellenschlusslicht wartet der letztjährige Aufsteiger auf den ersten "Dreier". Aus den letzten drei Ligaspielen nahmen die Wiesbadener ein Torverhältnis von 1:13 mit. Liganeuling FSV Frankfurt ist Auswärts noch punktlos und kassierte zuletzt zwei Niederlagen in Folge.