2008.10.22 Neuss : DFB ehrt Torwart-Legende Trautmann

Torwart-Legende Bert Trautmann wird vom DFB mit der "DFB-Nadel mit Brillant" ausgezeichnet. Die Übergabe wird beim Länderspiel gegen England am 19. November stattfinden.

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Torwart-Legende Bert Trautmann

Große Ehre für Bert Trautmann. Anlässlich seines 85. Geburtstags wird die Torwart-Legende am 19. November beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen England in Berlin Ehrengast sein und vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und mit der DFB-Nadel mit Brillant ausgezeichnet werden. Der Der Ex-Keeper des englischen Premier-League-Klubs Manchester City erhält damit die höchste Auszeichnung, die für Personen möglich ist, die nicht in einem DFB-Gremium tätig sind oder waren.

"Das Spiel im Olympiastadion ist der ideale Rahmen, um Bert Trautmann für seine einzigartigen Verdienste um das Ansehen des deutschen Fußballs in England zu ehren", sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger. "Bernd Trautmann, der in den 50er-Jahren zu einer Legende des englischen Fußballs wurde, war und ist sowohl als Sportler als auch als Mensch ein großartiger Botschafter Deutschlands", erklärte der DFB-Chef. Der gebürtige Bremer hätte mit seinem Handeln sehr viel zur deutsch-englischen Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg beigetragen.

Den Walter Bensemann-Preis 2008 gibts obendrauf

Gleichzeitig wird Trautmann für "seine herausragenden Verdienste um den Fußball" am 31. Oktober in Nürnberg den mit 10.000 Euro dotierten Walther-Bensemann-Preis 2008 der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur erhalten. Die Akademie würdigt mit dem Preis Personen, die sich im Umfeld des Fußballs kontinuierlich für gesellschaftliche Verantwortung, Fairplay und interkulturelle Verständigung eingesetzt haben und dabei auch gegen den Strom schwimmen mussten.

Trautmann bestritt von 1949 bis 1964 für "The Citizens" 639 Spiele und wurde als erster Ausländer Englands Spieler des Jahres. Kultstatus erlangte der Keeper, der zum besten Spieler aller Zeiten von Manchester City gewählt wurde, auf der Insel, als er im FA-Cup-Finale 1956 sein Team trotz eines im Spiel erlittenen und nicht erkannten Halswirbelbruchs zum Sieg führte. 2004 wurde er aufgrund seiner Verdienste um die deutsch-britischen Beziehungen von Königin Elizabeth II. zum "Officer of the British Empire" ernannt.