2008.10.22 Neuss : Montezemolo gefällt der neue Sparkurs

Die finanziellen Einsparungen der Formel 1 ab 2009 haben in Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo einen Fan. "Endlich haben wir eine wirtschaftliche Formel 1", so der Italiener.

bbi1
Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat die beschlossenen Kostensenkungen in der Formel 1 begrüßt. "Endlich haben wir eine wirtschaftliche Formel 1", sagte der Italiener der Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport. Di Montezemolo steht gleichzeitig der Vereinigung der Formel-1-Teams FOTA vor.

Die FOTA und der Automobil-Weltverband FIA hatten sich am Dienstagabend in Genf über "signifikante Einsparungen" in der "Königsklasse" des Motorsports für 2009 und 2010 geeinigt.

Einheitsmotor bleibt ein Streitpunkt

"Im nächsten Jahr werden wir die Lebensdauer der Motoren von zwei auf drei Rennen verlängern. Das ergibt insgesamt 25 Motoren, die die kleineren Teams zehn Millionen Euro pro Saison kosten werden", sagte di Montezemolo.

Unklar ist weiterhin die Einführung eines Einheitsmotors. Neben Ferrari sind auch die anderen großen Teams McLaren-Mercedes, BMW, Honda und Renault dagegen. Ein weiteres Gipfeltreffen zwischen FIA und FOTA soll am Rande des letzten Saisonrennens in Brasilien Anfang November Klarheit schaffen. "Dort reden wir über Limits für Chassis und Motoren", sagte di Montezemolo.

FIA-Präsident Max Mosley hatte vor der Sitzung in Genf betont, dass dem Sport auch ohne die Folgen der globalen Finanzkrise große Probleme bevorstehen, wenn die Kosten nicht gesenkt werden. Dies müsse bis 2010 geschehen.