2008.10.22 Neuss : VfB zeigt kein Interesse an einer Kuranyi-Rückkehr

Eine Rückholaktion von Schalke-Stürmer Kevin Kuranyi zum VfB Stuttgart ist nicht geplant. VfB-Sportdirektor Horst Heldt dementierte die Gerüchte und bestritt einen Kontakt.

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Kevin Kuranyi steht nicht auf Stuttgarts Wunschliste

Der VfB Stuttgart hat die Spekulationen über eine mögliche Rückkehr des Nationalmannschafts-Flüchtlings Kevin Kuranyi vorerst nicht bestätigt. "Ich hatte weder mit ihm noch mit Schalke Kontakt", sagte VfB-Sportdirektor Horst Heldt vor dem Abflug zum UEFA-Cup-Spiel am Donnerstag (20.45 Uhr) beim FC Sevilla. Heldt räumte zwar ein, dass er mit den Beratern Kuranyis gesprochen habe, dabei sei es aber um andere beim VfB aktive Spieler gegangen.

Kuranyi-Berater Karl-Heinz Förster freilich bestätigte, dass es im September ein Gespräch mit VfB-Verwaltungssportchef Jochen Schneider gegeben habe, bei dem auch der Name Kuranyi gefallen sei. "Ich habe das Gefühl, dass der VfB darüber nachdenkt. Unter dem Motto: Wenn Gomez geht, ist Kuranyi für uns immer ein Thema", sagte Förster dem sid. Verhandlungen oder eine Anfrage des VfB bei Schalke gibt es bisher jedoch nicht, zumal Kuranyi einen Vertrag bis 2010 bei den Königsblauen hat.

Müller: "Wir planen voll mit ihm"

Die Schalker wollen den Stürmer auch gar nicht abgeben, wie Manager Andreas Müller betonte. "Es ist ganz klar, dass er für uns auch in Zukunft eine große Rolle spielt", sagte Müller dem sid: "Wir planen voll mit ihm."

VfB-Trainer Armin Veh hatte der SportBild gesagt: "Einen Spieler wie Kevin Kuranyi hat man als Trainer natürlich gerne in der Mannschaft. Kevin hat noch viele Freunde und seine Familie in Stuttgart." Kuranyi könnte nach den Spekulationen 2009 als Ersatz für Nationalstürmer Mario Gomez zurück nach Stuttgart kommen - allerdings wäre dann einen Millionenablöse fällig. Der mit einem Vertrag bis 2012 ausgestattete Gomez wird unter anderem von Rekordmeister Bayern München umworben, vor dieser Saison war ein Wechsel jedoch geplatzt.

Gomez nimmt von einem Wechsel Abstand

Auf die Frage, ob er jetzt noch Wechselabsichten hege, antworte Gomez in der Stuttgarter Zeitung jedoch mit "Nein". Sein Verbleib beim VfB sei auch nicht von der Qualifikation für die Champions League abhängig: "Schließlich bin ich ein Teil der Mannschaft und von daher mitverantwortlich für den Erfolg oder den Misserfolg. Daran muss auch ich mich messen lassen. Da kann ich mich im Zweifel doch nicht mit dem Argument aus dem Staub machen, dass wir unser Ziel verfehlt haben. Das würde nicht zusammenpassen."