2008.10.23 Neuss : Bundesliga-Spieltag wird weiter unterteilt

Die Bundesliga wird im Zuge der neuen Ausschreibung der TV-Rechte weiter gesplittet. "Es wird mehr Anstoßzeiten geben als bisher", erklärte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.

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DFL-Geschäftsführer Christian Seifert

Im Zuge der neuen Ausschreibung der TV-Rechte werden die Bundesliga-Spieltage weiter unterteilt. "Es wird mehr Anstoßzeiten geben als bisher", sagte Christian Seifert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL), am Donnerstag auf einer Podiumsdiskussion in Frankfurt/Main.

Im Gespräch ist ein ausgegliedertes Spiel jeweils am Samstag um 18.30 Uhr, dass parallel zur Zusammenfassung der anderen Partien im frei empfangbaren Fernsehen live im Pay-TV übertragen werden soll. Zudem sollen möglicherweise die beiden Sonntagsspiele zeitversetzt um 15.30 Uhr und 17.00 Uhr stattfinden.

Bei der ARD sorgt vor allem die Überlegung über ein Spitzenspiel am Samstag im Pay-TV parallel zur Sportschau für Unmut. "Man sollte nicht Bundesliga gegen Bundesliga laufen lassen", sagte Sportschau-Redaktionsleiter Steffen Simon. Carsten Schmidt, Vorstand Sports and New Business bei Premiere, sprach hingegen von einer "künstlichen Aufregung".

Mehr Anreize für Pay-TV schaffen

Die DFL will bei der Ende Oktober anstehenden Ausschreibung der TV-Rechte offenbar mehr Anreize für das Pay-TV schaffen. Die Vergabe der Rechte soll bis Dezember abgeschlossen sein.

Generell zeigte sich Seifert zuversichtlich, dass die Liga auch in Zukunft die bislang erzielte Summe von 409 Millionen Euro pro Jahr für die Inlandsvermarktung erhält. "Ich bin sehr optimistisch, dass ein Erlös zustande kommt, mit dem wir leben können", sagte Seifert: "Vielleicht gibt es ja sogar ein bisschen mehr oder aus anderen Ecken, als sich vorher angedeutet hat."

Damit dürfte Seifert auf ESPN angesprochen haben. Der zum Disney-Konzern gehörenden Sportsender gilt im Pay-TV als möglicher Konkurrent von Premiere beim Buhlen um die Bundesliga-Übertragung.