2008.10.25 Neuss : Mercedes-Pilot di Resta mit den besseren Karten

Mercedes-Pilot Paul di Resta hat sich für den DTM-Titelkampf in Hockenheim einen kleinen Vorteil verschafft und startet von Rang zwei, einen Platz vor Rivale Timo Scheider (Audi).

tr
Timo Scheider in seinem Audi

Vorteil Paul di Resta. Beim Titel-Showdown der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft in Hockenheim hat Mercedes-Pilot die etwas besseren Karten gegenüber seinem Rivalen Timo Scheider im Audi. Hinter dem bereits entthronten Titelverteidiger Mattias Ekström aus Schweden in einem weiteren Audi eroberte der Brite in seiner Mercedes C-Klasse Startplatz zwei und steht damit direkt vor Scheider. Der Gesamtführende aus Braubach war in 1:32,492 Minuten gut zwei Zehntelsekunden langsamer als di Resta (1:32,284).

Vor dem 11. und letzten Lauf am Sonntag (14.00 Uhr/live in der ARD) trennen Scheider und di Resta nur zwei Punkte (65:63). Der Brite kann aber wegen der besseren Einzelplatzierungen aus eigener Kraft Meister werden, wenn er auf Platz eins oder zwei und dabei vor Scheider landet. Würde er Dritter, müsste noch ein anderer Konkurrent zwischen ihn und den Audi-Piloten fahren.

Bernd Schneider will sein letztes Rennen genießen

"Das ist schon mal eine gute Ausgangslage - 1:0 für uns", meinte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Di Resta versprach ein heißes Duell. "Ich werde einfach versuchen, Timo zu schlagen. Dafür gebe ich alles", sagte der 22-Jährige. Scheider gab sich nach dem dritten Rang betont locker. "Das Auto fühlt sich sehr gut an. Das wird schon", meinte der 29-Jährige.

Der fünfmalige Champion Bernd Schneider (St. Ingbert) geht in seiner Mercedes C-Klasse vom fünften Startplatz in sein 191. und letztes DTM-Rennen. "Für mich geht es darum, dieses Wochenende zu genießen", sagte der 44-Jährige, der künftig als Markenbotschafter und Testfahrer für Mercedes tätig sein wird. Seine fünf Titel und die 33 Siege sind absolute Bestmarken in der DTM. In Hockenheim gewann "Mr. DTM" allein zehnmal.

Ekström reichte ein Vorsprung von vier Hunderstelsekunden vor di Resta zu seiner insgesamt 11. DTM-Pole. Der frühere Formel-1-Pilot Ralf Schumacher musste sich in seinem Vorjahres-Mercedes mit Platz 16 zufriedengeben.