2008.10.28 Neuss : Kuranyi trifft auch beim Schalke-Sieg in Karlsruhe

Mit einem klaren 3:0 beim Karlsruher SC ist Schalke 04 in die Spitzengruppe der Bundesliga vorgestoßen. Bordon, Kuranyi und Farfan trafen am 10. Spieltag zum ersten Auswärtssieg.

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Freud und Leid auf engstem Raum

Schalke 04 hat seine Negativserie beendet und wieder Anschluss an die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga gefunden. Die Königsblauen setzten sich am zehnten Spieltag 3:0 (2:0) beim in der Krise steckenden Karlsruher SC durch und konnten nach zuletzt vier Partien ohne Sieg wieder ein Erfolgserlebnis feiern.

Kapitän Marcelo Bordon (15.), Ex-Nationalstürmer Kevin Kuranyi (19.) und Jefferson Farfan (67.) trafen gegen die Badener, die ihre vierte Pleite in Folge kassierten. Zu allem Überfluss sah KSC-Kapitän Maik Franz die Gelb-Rote Karte (56.).

Westermann will "Serie starten"

"Wenn wir so weiterspielen, dann werden auch die Ergebnisse wieder stimmen. Ich hoffe, wir können am Wochenende daran anschließen und eine Serie starten", meinte Schalkes Nationalspieler Heiko Westermann, und KSC-Coach Edmund Becker resümierte: "Wenn man die Möglichkeiten hat, ein Spiel zu gewinnen und geht dann als Verlierer vom Platz, das kostet Selbstvertrauen. Wir haben Schalke in die Karten gespielt."

Vor 29.164 Zuschauern im Wildparkstadion waren die Gäste, die auf Christian Pander (Wadenverletzung) verzichten mussten, in der Anfangsphase klar überlegen. Schon nach 45 Sekunden scheiterte Kuranyi nach einem Alleingang an KSC-Torwart Markus Miller. Die starken Schalker bestimmten eindeutig das Geschehen, fanden aber im Karlsruher Keeper ihren Meister.

Görlitz wieder dabei

Der Türke Halil Altintop (3.), Nationalspieler Jermaine Jones (8.), Kuranyi (10.) und der Kroate Ivan Rakitic (14.) konnten den Torhüter zunächst nicht überwinden. Eine Minute später war aber auch Miller beim zweiten Saisontor des Brasilianers Bordon machtlos.

Allerdings hatten die bis dahin harmlosen Gastgeber, bei denen Außenverteidiger Andreas Görlitz knapp vier Monate nach einer Sprunggelenks-Operation sein Comeback feierte, schon kurz darauf die große Chance zum Ausgleich. Den Kopfball des Australiers Joshua Kennedy klärte der Georgier Lewan Kobiaschwili für seinen bereits geschlagenen Torhüter Manuel Neuer kurz vor der Torlinie (16.).

Nur drei Minuten später bauten die Königsblauen ihren Vorsprung aus. Beim Kopfball Kuranyis, der zum fünften Mal in dieser Spielzeit traf, machte Miller allerdings eine unglückliche Figur. Den möglichen Anschlusstreffer der Platzherren verhinderte der ansonsten unsicher wirkende Neuer mit einer Parade gegen den Georgier Alexander Iaschwilli (25.).

Rakitic scheitert an Miller

Die Schalker begnügten sich in dieser Phase damit, die Führung zu verwalten. Erst in den letzten Minuten vor der Pause verstärkten die Gäste wieder ihre Bemühungen im Spiel nach vorne. Die beste Chance zum dritten Treffer vergab Rakitic, der erneut an Miller scheiterte (39.).

Nach dem Seitenwechsel hätte das Team des niederländischen Trainers Fred Rutten frühzeitig für die Vorentscheidung sorgen können. Danach wurde die Partie aufgrund zahlreicher Fouls extrem hektisch. Opfer dieser Hektik wurde Franz, der wegen unsportlichen Verhaltens von Schiedsrichter Herbert Fandel (Kyllburg) des Feldes verwiesen wurde. Zehn Minuten später scheiterte Altintop erneut an Miller (66.), bevor es der Peruaner Farfan besser machte.