2008.10.29 Neuss : Eisbären wollen in Russland die Wende schaffen

In der Champions League wollen die Eisbären Berlin nach schwachen Leistungen in der DEL zurück in die Erfolgsspur. Den Meister trifft heute auf Topfavorit Metallurg Magnitogorsk.

jla
Die Eisbären Berlin treffen auf den russischen Top-Klub Metallurg Magnitogorsk

Der deutsche Eishockey-Meister Eisbären Berlin will ausgerechnet beim Topfavoriten Metallurg Magnitogorsk in der Champions League seine Mini-Krise beenden. "Wir haben zweimal gegen Metallurg in internationalen Wettbewerben verloren, jetzt sind wir dran", sagte Eisbären-Manager Peter John Lee vor dem schweren Auswärtsspiel heute (16.00 Uhr MEZ/live bei Eurosport) in der neuen CHL. Die Berliner verloren gegen die Russen bisher im Halbfinale der alten Europaliga EHL 1999 (1:5) und beim Spengler-Cup vor drei Jahren in Davos (3:4 n.P.).

Im CHL-Auftaktspiel hatte der deutsche Meister vor drei Wochen einen überraschenden 3:2-Heimsieg gegen den finnischen Champion Kärpät Oulu gefeiert. Doch seitdem haben die Eisbären in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) kein Spiel mehr in der regulären Spielzeit gewonnen. Am vergangenen Wochenende kassierte der Hauptstadtklub sogar erstmals in dieser Saison zwei Niederlagen in Folge. Ausgerechnet beim russischen Sieger des CHL-Vorgängers European Champions Cup wollen die Berliner nun wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.

Florian Busch und Brandon Smith fallen aus

"Wir müssen zurück zu den Basics finden und die einfachen Dinge richtig machen", sagte Eisbären-Kapitän Steve Walker. Trainer Don Jackson machte klar, was er von seinem Team fordert: "Offensiv wollen wir einfach und klug spielen und defensiv die Pucks schnell zurückerobern und die Spielzüge der Russen unterbrechen", erklärte der US-Amerikaner, der auf Verteidiger Brandon Smith (Schulter-OP) und Nationalstürmer Florian Busch (Arthroskopie im Handgelenk) verzichten muss.

Die Berliner haben wie die Gastgeber vor dem zweiten Spiel der Dreier-Gruppe bereits drei Punkte auf dem Konto. Da nur der Gruppenerste das Halbfinale erreicht, hat das Duell, bei dem es auch um 50.000 Euro Siegprämie geht, schon Endspiel-Charakter.

Die Eisbären haben bereits 350.000 Euro auf dem Konto, denn schon die Antrittsgage betrug 300.000 Euro. Insgesamt schüttet die neue CHL zehn Millionen Euro Preisgeld aus - so viel wie noch nie bei einem europäischen Eishockey-Turnier. Allein der Gesamtsieger erhält eine Million Euro, im Idealfall sind sogar 1,7 Millionen Euro möglich.