2008.10.30 Neuss : Köln und Leverkusen drohen Geldstrafen

Nach den Vorfällen beim Spiel zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln kommen auf beide Klubs Geldstrafen zu. Das sieht der Antrag des DFB-Kontrollauschusses vor.

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FC-Manager Michael Meier beruhigt die Kölner Fans in Leverkusen

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat beim DFB-Sportgericht Geldstrafen für die Bundesligisten Bayer Leverkusen und 1. FC Köln beantragt. Der Kontrollausschuss fordert, gegen Leverkusen eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro zu verhängen, gegen Köln eine Strafe von 23.000 Euro.

Während des rheinischen Derbys am 24. Oktober in Leverkusen (2:0) waren im Kölner Fanblock zwei Leuchtraketen und ein Knallkörper gezündet worden, der in Richtung des Schiedsrichter-Assistenten und des Leverkusener Spielers Michael Kadlec flog. In die Höhe der geforderten Geldstrafe für Köln fließt zudem ein, dass während des Kölner Heimspiels gegen Bayern München am 13. September von den Zuschauerrängen ein leerer Getränkebecher in Richtung des Schiedsrichter-Assistenten geflogen war.

Beide Vereine haben bis Montagmittag Zeit, sich zu den Strafanträgen des Kontrollausschusses zu erklären.

Frankfurt muss 5000 Euro zahlen

Bundesligist Eintracht Frankfurt ist vom DFB-Sportgericht wegen eines unsportlichen Verhaltens und mangelnden Schutzes des Gegners mit einer Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro belegt worden. Bei der Entscheidung des Gerichts wurden "zwei rechtlich selbstständige Handlungen" zugrunde gelegt. Während des Bundesliga-Spiels zwischen Schalke 04 und Frankfurt am 10. Mai 2008 war aus dem Bereich der Frankfurter Zuschauer ein Feuerzeug auf das Spielfeld geflogen. Darüber hinaus wurde während des Frankfurter Bundesliga-Spiels bei 1899 Hoffenheim am 4. Oktober 2008 im Frankfurter Fanblock zunächst eine Rauchbombe gezündet, später flogen Wurfgeschosse aus dem Block in Richtung der Hoffenheimer Spieler.

Eintracht Frankfurt hat dem Urteil zugestimmt, es ist somit rechtskräftig.