2008.11.02 Neuss : Viel Brisanz in Gladbach und Dortmund

Zum Abschluss des elften Spieltags steigen heute zwei Duelle mit reichlich Brisanz. Dortmund empfängt Bochum zum Revierderby, Gladbach erwartet Frankfurt zum "Kellerduell".

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Personalsorgen in Gladbach

Ein Revier-Derby und ein Kellerduell - es liegt viel Brisanz in den beiden Partien am heutigen Sonntag in der Bundesliga. In der Begegnung der westfälischen Nachbarn kämpft die seit fünf Spielen ungeschlagene Borussia aus Dortmund gegen den seit sechs Runden sieglosen VfL Bochum. In Mönchengladbach steht zur gleichen Zeit (beide 17.00 Uhr/live bei Premiere) die Borussia als Tabellen-17. gegen Eintracht Frankfurt, das auf Rang zwölf nur zwei Zähler mehr vorweist, bereits unter Zugzwang.

Mit der Euphorie der souveränen Vorstellung am vergangenen Mittwoch in Köln (1:0) geht der BVB ins "B1"-Derby. "Wir müssen jetzt unbedingt nachlegen", forderte Trainer Jürgen Klopp. Denn seine Mannschaft ist zwar im eigenen Stadion noch ungeschlagen, brachte jedoch erst einen Sieg zustande. In einer Zeit, in der sich in der Tabelle die Spreu vom Weizen trennt, dürfen sich die Schwarz-Gelben keine weiteren Punktverluste vor eigenen Fans leisten.

Statistik spricht für den BVB

Auch die Statistik spricht für Dortmund, denn der VfL konnte nur eines der letzten sieben Duelle gewinnen und ist in der laufenden Saison auswärts noch ohne Sieg. Dennoch fordert Klopp höchste Konzentration und eine weitere "Vollgas-Veranstaltung", um am Ende den zweiten Heimsieg feiern zu können.

"Auch wenn die Stimmung im Umfeld des Vereins nicht toll ist, können wir ja nicht den Spielbetrieb einstellen", meinte Bochums Coach Marcel Koller. In den letzten beiden Spielen in Dortmund habe man nicht das erreicht, "was möglich gewesen wäre". Er freue sich auf das Derby, "die Spieler sind heiß". Allerdings müssen die Bochumer auf den gesperrten Christoph Dabrowski verzichten, Dortmund kann die in Köln siegreiche Formation aufs Feld schicken.

Lange Verletztenliste in Gladbach

Als wäre die Situation nicht angespannt genug, hat Mönchengladbach auch noch mit einer langen Verletztenliste zu kämpfen. Neben Steve Gohouri (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Jan-Ingwer Callsen-Bracker (Knochenhautreizung und muskuläre Probleme im Oberschenkel) fehlen auch Jean-Sebastien Jaures (Knie-OP) und nun auch Abwehrspieler Thomas Kleine, der sich am Freitag einer Schulteroperation unterziehen musste.

"Zu diesem Zeitpunkt will ich noch nicht von Schicksalsspielen reden. Selbst wenn wir nicht gewinnen, geht es weiter", sagte Coach Hans Meyer, der nach dem 1:0 gegen Karlsruhe am vorigen Samstag bei seinem Comeback mit dem 0:3 in Wolfsburg die erste Niederlage kassiert hatte.

Meyers Kollege Friedhelm Funkel, dessen durch Verletzungen arg gebeuteltes Team zwei der letzten drei Spiele gewinnen konnte, fährt zuversichtlich nach Gladbach: "Wir werden alles dafür tun, nicht mit leeren Händen nach Hause zu fahren. Primär werden wir versuchen, dass uns Gladbach nicht in der Tabelle überholt. Ich erwarte deshalb ein spannendes Kampfspiel mit einem offenen Schlagabtausch." - Die voraussichtlichen Aufstellungen: