2008.11.03 Neuss : Löw lässt Frings weiter zappeln

Zur Zukunft von Torsten Frings im Nationalteam will sich Joachim Löw erst nach einem noch nicht terminierten persönlichen Gespräch mit dem Bremer Mittelfeldspieler äußern.

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Bundestrainer Joachim Löw

Nach dem Friedensgipfel mit Michael Ballack lässt Bundestrainer Joachim Löw vor dem letzten Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft in diesem Jahr am 19. November in Berlin gegen England die Zukunft von Torsten Frings weiter offen. Löw will seine Entscheidung vom noch nicht datierten Gespräch mit dem Bremer sowie dessen Leistung im Verein abhängig machen.

"Da wird auch ein Gespräch stattfinden, denn da gibt es ebenfalls einiges zu klären zwischen ihm und mir. Dann wird man sehen", sagte Löw, der sich erst nach dem Gespräch für oder gegen den Bremer entscheiden will, dem Internetanbieter Sport1.

Der Bremer hatte im vergangenen Monat öffentlich mit seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft kokettiert, nachdem er bei den beiden WM-Qualifikationsspielen des Vize-Europameisters gegen Russland und Wales zum Ersatzspieler degradiert worden war.

Löw freut sich über neue Basis mit Kapitän Ballack

Der 31-Jährige, der sich zudem beim Disput zwischen Löw und Kapitän Michael Ballack auf die Seite seines langjährigen Kumpels geschlagen hatte, war am vergangenen Sonntag aber zurückgerudert und hatte erklärt, dass er weiterhin um seinen Platz in der Nationalelf kämpfen und seine Chance suchen werde.

Unterdessen zeigte sich Löw nochmals erfreut, dass DFB-Kapitän Ballack beim persönlichen Gespräch in Frankfurt seine Fehler eingesehen hat und mit Blick auf die WM 2010 sein wichtigster Führungsspieler bleibt. "Es ist eine Basis geschaffen worden. Wichtig war mir vor allem das persönliche Gespräch. Und dabei hatte ich das Gefühl, dass Michael Ballack sich entschuldigt und seine Fehler eingesehen hat. Und er hat all das, was ich ihm dazu gesagt habe, voll und ganz akzeptiert", sagte Löw.