2008.11.06 Neuss : "Wölfe" feiern 5:1-Gala gegen Heerenveen

Auf das 0:2 in der Bundesliga gegen Leverkusen hat der VfL Wolfsburg in seinem ersten Spiel in der Gruppenphase des UEFA-Cups mit einem 5:1 gegen den SC Heerenveen geantwortet.

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Grafite (2.v.l.) bejubelt seinen Treffer zum 2:1

Mit dem höchsten Sieg seiner Europacup-Historie hat Bundesligist VfL Wolfsburg eine erfolgreiche Premiere in der UEFA-Cup-Gruppenphase gefeiert. In ihrem ersten Spiel der Gruppe E besiegten die "Wölfe" den niederländischen Ehrendivisionär SC Heerenveen auch in dieser Höhe verdient mit 5:1 (2:1). Damit verschaffte sich der VfL eine glänzende Ausgangsposition für die weiteren Spiele gegen Sporting Braga (27. November), den FC Portsmouth (4. Dezember) und den AC Mailand (17. Dezember). Dagegen steht Heerenveen nach der zweiten Pleite bereits mit dem Rücken zur Wand.

Nach der Führung der Gäste durch den Finnen Mika Väyrynen (31. Minute) sorgte Stürmer Edin Dzeko mit seinem ersten UEFA-Cup-Treffer für den schnellen Ausgleich (34.). Das 2:1 markierte noch vor der Pause Torgarant Grafite (39.), dessen Treffer in den beiden Erstrunden-Partien gegen Rapid Bukarest die Wolfsburger erst in die Gruppenphase gebracht hatten. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Spielmacher Zvjezdan Misimovic auf 3:1 (53.), ehe Dzeko sein zweites Tor des Abends erzielte (60.) und schließlich auch noch Jacek Krzynowek zum 5:1 (71.) traf.

"Gegentor hat uns wachgerüttelt"

"Am Anfang sind wir nicht so gut ins Spiel reingekommen, aber das Gegentor hat uns wachgerüttelt. Nach meinem 3:1 war das Spiel entschieden. Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung", sagte Misimovic. "Das Gegentor war Gott sei dank eine Hallo-wach-Tablette, danach ging es dann richtig los. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann leichtes Spiel", meinte VfL-Trainer Felix Magath.

In der Tat hatten sich die Platzherren vor 15.615 Zuschauern zunächst schwer getan und einige Minuten benötigt, ehe sie sich besser auf die kompakte Defensive der Niederländer eingestellt hatten. Ein Pfostenschuss des kroatischen Nationalspielers Danijel Panjic (9. Minute) auf Seiten der Niederländer wirkte dabei wie ein Weckruf für die "Wölfe". So kamen die Gastgeber erstmals nach zehn Minuten gefährlich vor das gegnerische Tor, wobei ein Schuss von Dzeko am Fünf-Meter-Raum abgeblockt wurde. Pech hatte etwas später Krzynowek, der mit einem Distanzschuss nur die Latte traf (23.).

VfL dreht das Spiel vor der Pause

Nach einer halben Stunde wurde der VfL dann kalt erwischt. Väyrynen nutzte eine Unachtsamkeit in der Wolfsburger Hintermannschaft und traf unhaltbar für Keeper Diego Benaglio aus halblinker Position zur Gäste-Führung ins Netz. Doch die "Wölfe" zeigten sich keineswegs geschockt und schlugen noch vor der Pause zurück. Zunächst traf Dzeko nach einer Ecke mit einem platzierten Kopfball zum Ausgleich (34.). Nur fünf Minuten später sorgte Grafite nach einem schönen Angriff über rechts sogar für die Wolfsburger 2:1-Führung.

Nach dem Seitenwechsel setzten die Niedersachsen ihre Torejagd erfolgreich fort. Zunächst gelang auch dem Bosnier Misimovic sein erstes UEFA-Cup-Tor für Wolfsburg, dann schloss Dzeko ein glänzendes Zusammenspiel mit Sturmpartner Grafite zum 4:1 ab. Als schließlich auch noch der Pole Krzynowek, der erstmals seit Wochen von Beginn an spielte, das 5:1 markierte, war die Galavorstellung des VfL endgültig perfekt.