2008.11.09 Neuss : Frontzeck: "Es hat nicht immer der Trainer Schuld"

Nach der 0:2-Niederlage gegen Mönchengladbach in der Bundesliga läuten bei Arminia Bielefeld die Alarmglocken. Trainer Michael Frontzeck sieht die Fehler nicht nur bei sich.

nka
Michael Frontzeck kritisiert auch die Fans

Nach der Niederlage von Arminia Bielefeld gegen Borussia Mönchengladbach im "Kellerduell" der Bundesliga finden sich die Westfalen auf Rang 17 der Tabelle wieder. Arminen-Coach Michael Frontzeck äußert sich im Interview zur aktuellen Situation im Verein und übt auch Kritik an den Fans.

Frage: "Michael Frontzeck, die Arminia hatte Chancen zuhauf, dennoch steht am Ende wieder eine Niederlage..."

Michael Frontzeck: "Es war ein schlimmes Spiel für uns alle. Mehr Chancen kann man sich nicht herausspielen. Wir müssen jetzt die Wunden lecken, uns neu aufstellen und mit aller Macht in Stuttgart etwas holen."

Frage: "Wie gehen Sie damit um, dass jetzt wieder Kritik an Ihnen laut wird?"

Frontzeck: "Machen sie das Fenster auf. Hört man schon was? Die Fans fordern sicher wieder meinen Kopf. Oder hab' ich schon Halluzinationen? Es ist eine Unsitte. Wenn man sich umhört, dann sollten sie am besten alle raus: Frontzeck, Koller, Funkel, Luhukay ist ja schon weg. Es hat nicht immer der Trainer Schuld."

Frage: "Auch die Mannschaft wurde am Ende ausgepfiffen. Haben die Fans zu wenig Geduld?"

Frontzeck: "Natürlich haben die Fans das Recht, zu pfeifen. Aber dass die letzten zehn Minuten zum Spießrutenlauf wurden, kann ich nicht verstehen."

Frage: "Präsident Hans-Hermann Schwick spricht der Mannschaft die Qualität ab und hat Verstärkungen im Sturm angekündigt. Ist der Kader zu schwach besetzt?"

Frontzeck: "Ich werde jetzt keine Personaldiskussionen führen. Da müssen sie den Präsidenten fragen."

Frage: "Sind die Erwartungen im Umfeld überzogen?"

Frontzeck: "Wir stehen genau da, wo uns alle erwartet haben."