2008.11.11 Neuss : Personelle Planspiele bei Meister Bayern

Bei Bayern München wird schon jetzt am Kader der kommenden Saison gebastelt. Während die Zukunft einiger Stars offen ist, sollen Andrej Arschawin und Anatolij Timoschtschuk kommen.

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Andrej Arschawin würde gerne für Bayern spielen

Obwohl bei Bayern München sportlich alles nach Plan läuft, kommt der deutsche Meister derzeit nicht ganz zur Ruhe. Spekulationen über bevorstehende Transfers stören den Münchner Herbst-Frieden. Im Mittelpunkt steht einmal mehr Lukas Podolski, aber auch Kapitän Mark van Bommel hat angeblich keine Zukunft mehr beim FC Bayern.

Am Montag hatte der kicker vermeldet, dass Podolski (Vertrag bis 2010) im Winter den Verein verlassen kann, wenn ein Interessent die entsprechende Ablöse zahlen würde. Dies wiederum dementierte Manager Uli Hoeneß in der tz: "Wir machen uns über einen Wechsel von Lukas im Winter überhaupt keine Gedanken. Das ist bei uns derzeit überhaupt kein Thema."

Arschawin bringt sich bei Bayern ins Gespräch

Könnte aber eines werden. "Wir haben immer gesagt: Solange wir keine Alternative haben, beschäftigen wir uns mit einem Wechsel gar nicht. Und wir haben derzeit keine Alternative", fügte Hoeneß an.

Aus Russland wird aber schon vermeldet, dass Stürmer Andrej Arschawin nach Streitereien für seinen Klub Zenit St. Petersburg kein Spiel mehr bestreiten will. Arschawin soll auf der Einkaufsliste des deutschen Rekordmeisters stehen und hatte zuletzt schon betont, dass es eine Ehre für ihn wäre, für den FC Bayern zu spielen.

Timoschtschuk soll 15 Millionen Euro kosten

Zudem ist Bayern angeblich an Arschawins Teamkollegen Anatolij Timoschtschuk interessiert. Der Ukrainer stand schon im Sommer kurz vor einem Wechsel nach München, erhielt aber keine Freigabe. Jetzt soll St. Petersburg laut Bild-Zeitung bereit sein, den defensiven Mittelfeldspieler für 15 Millionen Euro ziehen zu lassen.

Dies würde wohl das Ende von van Bommel in München bedeuten. Mit dem Niederländer, dessen Vertrag im kommenden Sommer ausläuft, sollen im Winter Gespräche geführt werden.

Kroos und Schweinsteiger sollen bleiben

Derweil erklärte Hoeneß, dass ein Ausleihgeschäft im Fall Toni Kroos "derzeit kein Thema ist". Allerdings könne er natürlich jetzt noch nicht sagen, "was zu Beginn des Transferfensters am 1. Januar ist". Der 18-Jährige will offenbar bei einem anderen Verein mehr Spielpraxis sammeln. Allerdings rät Hoeneß dem Talent, sich in München durchzusetzen.

Offen ist beim FC Bayern auch noch die Zukunft von Nationalspieler Bastian Schweinsteiger, dessen Vertrag am 30. Juni 2009 ausläuft. Ein erstes Gespräch hat es bereits gegeben. Die Bayern wollen Schweinsteiger unbedingt halten.