2008.11.18 Neuss : VfB-Manager Heldt feuert Warnschüsse ab

Horst Heldt droht den Spielern des VfB Stuttgart angesichts der sportlichen Krise mit dem Rauswurf. "Blinden Aktionismus" wird es nach Angaben des Managers aber nicht geben.

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Horst Heldt

Sportdirektor Horst Heldt droht den Profis vom VfB Stuttgart angesichts der Talfahrt in der Bundesliga mit Rauswurf. "Wenn ich sehe, dass es Leute gibt, die sich verstecken wollen, werde ich handeln. Da verstehe ich keinen Spaß. Diese Leute haben ein Problem, was ihre weitere Karriere beim VfB betrifft. Und wenn jetzt einer sagt, dass er Angst vor den nächsten Gegnern hat, brauchen wir den sowieso nicht. Der wird nicht mehr berücksichtigt", sagte der 38-Jährige in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung.

Der VfB hat keines der vergangenen vier Ligaspiele gewonnen und liegt nur auf Tabellenplatz elf - zu wenig für einen Klub, der noch vor eineinhalb Jahren deutscher Meister wurde. An Trainer Armin Veh und dessen Zögern, seinen zum Ende der Saison auslaufenden Vertrag zu verlängern, will Heldt die Krise indes nicht festmachen: "Damit würde ich den Spielern nur ein Alibi liefern."

"Egoisten können wir nicht brauchen"

Stattdessen appellierte er an die Mannschaft, in den vier bis zur Winterpause verbleibenden Ligaspielen das Ruder rumzureißen. "Es gilt schleunigst, Mittel und Wege zu finden, wie wir den Hebel umlegen können. Die Mannschaft hat Potenzial. Sie muss es aber auch abrufen - sofort. Egoisten können wir nicht brauchen", sagte er.

Heldt warnte zugleich vor "blindem Aktionismus. Schließlich ist für uns nichts verloren. Wir können noch alle Ziele erreichen - in der Bundesliga, im DFB-Pokal und auch im UEFA-Cup. Deshalb schwenken wir nicht die weiße Fahne und stellen den Spielbetrieb ein. Jedoch werde er in den kommenden Tagen überprüfen, ob sich alle Beteiligten ihrer "Verantwortung gegenüber dem Klub" bewusst sind.