2008.11.21 Neuss : Bund erhöht Sportetat um zwölf Millionen Euro

Der Etat für den deutschen Sport ist vom Bundesinnenministerium um zwölf Millionen Euro auf insgesamt 142 Millionen Euro angehoben worden.

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Der Sportetat des Bundesinnenministeriums ist erhöht worden

Das Bundesinnenministerium (BMI) greift im nacholympischen Jahr noch einmal tiefer in die Tasche. In der sogenannten Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses am Donnerstag wurde der Sportetat noch einmal um zwölf Millionen auf jetzt 142 Millionen Euro aufgestockt, nachdem im ursprünglichen Etatansatz bereits drei Millionen zusätzlich veranschlagt waren. Damit ergibt sich ein Gesamtzuwachs von rund 15 Millionen im Vergleich zum Olympiajahr 2008.

Die beschlossenen zusätzlichen zwölf Millionen sind für vier Bereiche vorgesehen: Die Stiftung Deutsche Sporthilfe erhält wie 2008 einen Zuschuss in Höhe von einer Million Euro. Diese Summe war in diesem Jahr ursprünglich als einmalige Zahlung gedacht. Für das Institut für Angewandte Trainingsforschung (IAT) in Leipzig und das Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) in Berlin gibt es insgesamt 1,6 Millionen Euro mehr als im Vorjahr, was einen Gesamtbetrag von 11,7 Millionen ergibt. Der Sportstättenbau soll mit zusätzlich 9 Millionen Euro bezuschusst werden und damit 28 Millionen Euro ingesamt umfassen.

Unterstützung auch für die World Games 2009

Gute Nachrichten gibt es zudem für die nicht-olympischen Sportverbände (NOV). Der Bund beteiligt sich mit 400.000 Euro an den Entsendungskosten für die World Games 2009 in Kaohsiung/Taiwan. "Da fällt mir ein Stein vom Herzen. Wir hätten nicht gewusst, wie wir das sonst finanzieren sollten", sagte Gunther H. Fahrion als Sprecher der NOVs dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Alles zusammengerechnet veranschlagt der Bund für den Sport 2009 eine Fördermittelsumme von rund 230 Millionen Euro, was gegenüber dem derzeitigen Sollstand für 2008 (217,7) eine deutliche Erhöhung ist.