2008.11.22 Neuss : Touareg-Prototypen bestehen Baja 1000 schadlos

Zufrieden können die VW-Verantwortlichen mit dem ersten Auftritt der neuen Touareg-Prototypen sein. Bei der Baja 1000 in Mexiko kamen Mark Miller und Ryan Arciero als 13. ins Ziel.

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VW kann mit seinem Touareg-Prototypen zufrieden sein

Automobilkonzern Volkswagen hat den ersten Härtetest mit dem neuen Touareg-Prototypen mit Bravour gemeistert. Bei der berüchtigten Baja 1000 durch die Wüste der Baja California (Mexiko) belegten Dakar-Pilot Mark Miller aus den USA und sein Landsmann Ryan Arciero nach mehr als 1000 Kilometern rund um Ensenada in ihrem 550 PS starken Zwölfzylinder-Diesel in der Kategorie der Profi-Trucks den 13. Platz unter 26 Startern. Insgesamt waren bei dem Spektakel 369 Teilnehmer aus 24 Ländern in den verschiedenen Auto-, Motorrad- und Quad-Klassen am Start, den Gesamtsieg in der Auto-Kategorie holten Roger Norman/Larry Roeseler (USA).

Schwarz und Kremer enttäuschen

Dagegen verlief die Rallye für die beiden früheren deutschen Rallye-Meister Armin Schwarz (Oberreichenbach) und Armin Kremer (Friedrichsruhe) mit ihrem Team All German Motorsports enttäuschend. Kremer schied mit einem der beiden Buggys bereits frühzeitig wegen eines gebrochenen Querlenkers aus. Schwarz, der bei der Baja 1000 im Vorjahr für Furore gesorgt und in diesem Jahr in der SCORE-Rennserie schon zwei Siege gefeiert hatte, verlor im anderen AGM-Buggy bereits nach wenigen Kilometern zwei Stunden Zeit, als er bei einem Ausweichmanöver in einem Canyon in einem Flussbett stecken geblieben war. Am Ende kostete dieses Missgeschick ihn und seinen dänischen Teamchef und Fahrerkollegen Martin Christensen den möglichen Gesamtsieg in der SCORE-Serie.

In dieser Serie will VW mit dem erst zwei Tage vor der Baja 1000 vorgestellten Touareg im kommenden Jahr an den Start gehen. Die Zielankunft bei der Premiere war ein guter Auftakt für das neue Projekt. "Wir wollten bei unserer ersten Baja 1000 mit dem völlig neuen Touareg TDI ins Ziel kommen - und das haben wir geschafft. Deshalb sind wir wirklich zufrieden", sagte VW-Motorsportdirektor Kris Nissen. Dabei hatte eine defekte Dichtung, die später sogar einen Getriebewechsel nötig machte, das Team der Wolfsburger noch viel Zeit gekostet.