2008.11.25 Neuss : Hoffenheim laut Umfrage erster Bayern-Jäger

Bundesliga-Aufsteiger Hoffenheim ist laut einer Umfrage des Sport-Informations-Dienstes (sid) ärgster Konkurrent von Titelverteidiger Bayern München im Kampf um die Meisterschale.

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Viele Fans haben Hoffenheim auf dem Zettel

Mit seinem Siegeszug in der Bundesliga ist Neuling 1899 Hoffenheim zum Bayern-Herausforderer Nummer eins aufgestiegen. Bereits 12,4 Prozent aller Bundesbürger glauben laut einer vom Sport-Informations-Dienst (sid) in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage des Dortmunder Marktforschungsinstituts promit, dass das kleinste Dorf der Bundesligageschichte dem Münchner Branchenprimus den Meistertitel vor der Nase wegschnappen wird.

Hoffenheim verdoppelte damit nicht nur den Wert aus dem Vormonat (6,4), sondern ließ erstmals das Establishment der Liga beinahe komplett hinter sich: Der Hamburger SV (9,0/Vormonat 14,4), Werder Bremen (6,4/7,4) und Schalke 04 (4,7/6,6) wurden bereits vom entfesselt aufspielenden Aufsteiger überflügelt - nur die großen Bayern (41,2/42,2) leisten noch Widerstand. Fast zwei Drittel der Befragten erwarten 1899 in der kommenden Saison im Europapokal (63,3/50,6).

Fast jeder Dritte setzt auf Klinsmanns Bayern in der "Königsklasse"

Bayern München hat mit seiner jüngsten Siegesserie ebenfalls für Optimismus gesorgt. 30,8 Prozent halten den Rekordmeister unter dem neuen Trainer Jürgen Klinsmann für stabil genug, um die Champions League zu gewinnen.

Ein klares Votum gaben die 1179 repräsentativ befragten Personen zum Thema Krisengipfel in der Nationalmannschaft ab. 77,7 Prozent forderten den Bundestrainer Joachim Löw auf, ungeachtet des jüngsten Streits weiter auf die Rebellen Michael Ballack und Torsten Frings zu bauen. Dagegen scheinen die Deutschen die Geduld mit Lukas Podolski zu verlieren: Nur noch 62,2 Prozent erklärten, Podolski und sein DFB-Sturmpartner Miroslav Klose sollten auch bei den Bayern das Angriffsduo bilden (Vormonat 72,2).

Das Samstags-Live-Spiel um 18.30 Uhr, das in der Bundesliga ab 2009 eingeführt wird, lehnen nur 10,6 Prozent der Befragten ab, 70,6 Prozent dagegen entschieden sich für die Beurteilung "finde ich gut" oder "kann ich mit leben".

Zustimmung für Hamilton - Ende der Ära Federer?

Lewis Hamilton stößt auf überwältigende Zustimmung. 81,1 Prozent halten den Briten für einen würdigen Formel-Weltmeister. Schwarz sehen die Bundesbürger unterdessen für Roger Federer und die deutschen Handballer. Gerade einmal 8,7 Prozent trauen Heiner Brands Weltmeistern bei der WM im Januar die erfolgreiche Titelverteidigung zu, 40,2 Prozent glauben immerhin an einen Halbfinaleinzug.

Federer, der die Spitzenposition der Tennis-Weltrangliste an Olympiasieger Rafael Nadal verloren hat, sehen viele Deutschen auf dem absteigenden Ast. 42,7 Prozent stimmten der Aussage zu, dass die Ära Federer im Tennis vorbei ist.