2008.11.25 Neuss : Kleibrink wechselt nach Tauberbischofsheim

Fecht-Olympiasieger Benjamin Kleibrink wechselt zum FC Tauberbischofsheim. "Es war Zeit für mich, etwas Neues zu beginnen", erklärte der 23 Jahre alte Florett-Spezialist.

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Fecht-Olympiasieger Benjamin Kleibrink

Benjamin Kleibrink wechselt zum FC Tauberbischofsheim. Der Fecht-Olympiasieger hat am Montag einen Vertrag bis zu den Olympischen Spielen 2012 in London unterschrieben. Damit wurde der bereits seit einigen Tagen feststehende Wechsel des 23 Jahre alten Florett-Spezialisten vom OSC Bonn nach Tauberbischofsheim endgültig perfekt gemacht.

"Es war Zeit für mich, nach den Olympischen Spielen etwas Neues zu beginnen. Zudem bin ich hier in Tauberbischofsheim finanziell besser gestellt. Die Identifikation mit meinem neuen Klub wird wachsen, auch in Bonn habe ich zunächst einige Zeit gebraucht", erklärte Kleibrink, nachdem er den Vier-Jahres-Vertrag am Olympiastützpunkt unterzeichnet hatte.

Kleibrink, der in Peking als erster Deutscher eine olympische Goldmedaille auf Florett gewann, hatte schon kurz nach seiner Rückkehr aus China mit einem Wechsel geliebäugelt. Neben einer fünfstelligen Summe soll der 23-Jährige eine monatliche Unterstützung sowie einen Medizin-Studienplatz in Würzburg erhalten.

Es kriselte zwischen Bonn und Kleibrink

Zuletzt war das Verhältnis zwischen dem Olympiasieger und seinem alten Verein, für den er seit 2003 an den Start ging, mehr als problematisch. Die OFC-Verantwortlichen hatten Kleibrink unprofessionelles Verhalten vorgeworfen, nachdem er den Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Bonn kurzfristig abgesagt hatte. Daraufhin hatte sich Kleibrink am Mittwochabend über seinen Anwalt vom Verein abgemeldet.

Trotz seines Vereinswechsels wird Kleibrink weiter am Bonner Olympiastützpunkt unter Florett-Bundestrainer Ulrich Schreck trainieren. Für Weltcupturniere ist Kleibrink trotz seines Wechsels startberechtigt. Auf nationaler Ebene wird Kleibrink drei Monate gesperrt. Damit kann er seinen Titel bei den deutschen Meisterschaften Anfang Januar in Tauberbischofsheim nicht verteidigen.