2008.11.25 Neuss : Peruanischer Verband FPF von FIFA ausgeschlossen

Aufgrund politischer Einmischungen in sportliche Belange hat der Fußball-Weltverband FIFA den peruanischen Verband FPF von sämtlichen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen.

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Die FIFA schließt den peruanischen Verband aus

Der Fußball-Weltverband FIFA hat den peruanischen Verband FPF wegen anhaltender politischer Einmischung in sportliche Belange von sämtlichen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen. Dies bestätigte ein hochrangiger Funktionär des südamerikanischen Kontinentalverbandes CONMEBOL am Montagabend.

Weltverbands-Präsident Joseph S. Blatter hatte Peru am vergangenen Montag wegen des sich seit Monaten hinziehenden Streits zwischen der staatlichen Sportbehörde IPD und dem nationalen Fußball-Verband FPF nach Ablauf eines Ultimatums zur Klärung suspendiert.

Blatter hatte erklärt, dass er bis zum Wochenbeginn ein von beiden Seiten unterzeichnetes offizielles Dokument erwarte, in dem eine Lösung des Konfliktes innerhalb von zehn Tagen vereinbart wird. Dies ist offenbar nicht geschehen.

Burga hält an seinem Amt fest

Trotz Perus Ausschluss hält der umstrittene Verbandspräsident Manuel Burga an seinem Amt fest. "Das Problem ist, dass Perus Gesetze nicht zu den Statuten des Weltverbandes FIFA passen. Jeder andere würde deswegen in der gleichen Situation sein wie ich. Ich entschuldige mich aber dennoch bei allen Menschen in Peru für die entstandenen Probleme", sagte Burga.

Der Weltverband sieht die Ablehnung Burgas durch die IPD wegen angeblicher Wahlmanipulation als unerlaubte Einmischung staatlicher Stellen in die Belange eines FIFA-Mitgliedsverbandes an.

Die IPD fordert allerdings weiter Burgas Rücktritt und macht seine Demission zur Bedingung für neue Gespräche mit dem FPF. "Wenn Burga auf seiner bisherigen Position beharrt, könnte man auch mit einem Tauben sprechen", erklärte IPD-Chef Arturio Woodman nach der FIFA-Entscheidung.