2008.11.25 Neuss : Watzke sieht BVB "in ruhigerem Fahrwasser"

Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, sieht den Verein drei Jahre nach der abgewendeten Insolvenz auf einem guten Weg, kündigt aber auch schwierige Zeiten an.

nka
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sieht Borussia Dortmund sportlich auf einem guten Weg, erwartet aber angesichts der internationalen Finanzkrise wirtschaftlich weiter schwierige Zeiten. "Die Finanzkrise wird auch uns treffen. Wir können froh sein, dass wir langfristige Sponsorenverträge haben, die nächsten zwei, drei Jahre werden aber magerer werden", meinte Watzke am Dienstag auf der Hauptversammlung der Borussia Dortmund GmbH und Co. KGaA.

Trotz eines erneuten Gewinns von 1,06 Millionen Euro schüttet der einzige börsennotierte Bundesligist weiterhin keine Dividende an seine Aktionäre aus, da der Verein dreieinhalb Jahre nach der abgewendeten Insolvenz zwar wieder "in ruhigerem Fahrwasser" sei, der Substanzaufbau noch nicht abgeschlossen ist. "Wir sind noch nicht so weit, das an die Aktionäre weiterzugeben", meinte Watzke zum Überschuss, der gegenüber dem Vorjahr (10,3 Millionen) deutlich gesunken ist.

Lob für die Transferpolitik

Immerhin habe der BVB auch ohne die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb einen Umsatz von 108,6 Millionen Euro erreicht, meinte Watzke, der zudem die Transferpolitik des Sommers lobte. Man habe es nicht gescheut, beispielsweise für einen jungen Spieler wie Neven Subotic ins Risiko zu gehen, und im Gegenzug Mladen Petric mit 100 Prozent Gewinn abgegeben. Man sei außerdem in der Lage - anders als vor ein, zwei Jahren wie im Fall Tomas Rosicky - keinen Spieler verkaufen zu müssen.

In Zukunft will der BVB noch mehr auf die Nachwuchsarbeit setzen, nachdem man im Moment unter dem neuen Trainer Jürgen Klopp durch den Einbau junger Spieler "Wertschöpfung" betrieben habe, meinte Watzke. Die Zielvorgabe ist, alle zwei Jahre einen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ins Profiteam einzubauen.