2008.11.27 Neuss : Schaaf: "Brauchten einen sehr langen Anlauf"

Im Interview nach dem 2:2 Anorthosis Famagusta spricht Werder-Trainer Thomas Schaaf über mögliche Gründe für das Ausscheiden und Lösungsansätze für die Zukunft.

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Hatte gestern nur wenig Grund zur Freude: Thomas Schaaf

Die Enttäuschung bei Werder Bremen war nach dem mageren 2:2 in Famagusta und dem damit verbundenen Aus in der Champions League riesengroß. Bremens Coach Thomas Schaaf stellte sich nach dem Spiel den Fragen der Reporter zum Spiel.

Frage: Zum dritten Mal hintereinander hat Werder Bremen in der Champions League das Achtelfinale verpasst. Was sind die Gründe für diese Stagnation?"

Thomas Schaaf: "Wir sind derzeit einfach nicht imstande, konstant starke Leistungen abzuliefern. So gesehen haben wir unsere eigenen Erwartungen nicht erfüllt. Große Highlights waren in dieser Saison wirklich nicht dabei. Die Enttäuschung ist riesengroß, denn es wäre mehr möglich gewesen."

Frage: "Anscheinend schöpfen die Spieler ihre Möglichkeiten nicht aus. Oder ist vielleicht doch die Qualität des Kaders nicht ausreichend?"

Schaaf: "Ich denke, es ist keine Frage, dass wir besser Fußball spielen können. Aber wir kommen einfach nicht in eine Sicherheit, die uns von Spiel zu Spiel erfolgreich trägt. Gerade in diesem Punkt müssen wir uns unbedingt steigern, wenn wir wieder besser dastehen wollen."

Frage: "Gegen Anorthosis Famagusta stand Werder Bremen kurz vor dem totalen Aus, nun ist zumindest die Qualifikation für den UEFA-Pokal noch möglich. Warum hat es gegen den Außenseiter aus Zypern nicht zum so wichtigen ersten Sieg gereicht?"

Schaaf: "In der Schlussphase waren Mut und der Glaube an den Sieg da, aber dafür brauchten wir einen sehr langen Anlauf. Erst als die Mannschaft in Rückstand geraten war, hat sie zielstrebig versucht, die notwendigen Lücken zu finden. Damit hätte sie besser früher angefangen."

Frage: "Wird bei Werder Bremen in der Winterpause nun personell nachgerüstet, um auch in der Bundesliga noch einmal den Anschluss an die Tabellenspitze zu finden?"

Schaaf: "Wir werden unseren Kader - wie wir es auch in der Vergangenheit immer regelmäßig getan haben - sehr genau beleuchten und unsere Schlüsse daraus ziehen. In eine Personalkritik werde ich in der Öffentlichkeit aber nicht eintreten."