2008.11.28 Neuss : DHB-Frauen reisen mit Selbstvertrauen zur EM

Das überzeugende 30:26 gegen Frankreich hat kurz vor der EM für Zuversicht bei den deutschen Hanballerinnen gesorgt. Armin Emrich lobte "Stimmung und Motivationslage" des Teams.

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Armin Emrich (l.) und Maren Baumbach

Es lief noch nicht alles wie gewünscht, doch am Ende verabschiedeten sich die deutschen Handballerinnen bestens gelaunt in die letzten beiden freien Tage vor der EM in Mazedonien. "Stimmung und Motivationslage sind absolut in Takt", sagte Bundestrainer Armin Emrich, nachdem seine Mannschaft in der Generalprobe am Donnerstagabend in Münster den Olympia-Fünften Frankreich mit 30:26 bezwungen hatte.

Erstes EM-Gruppenspiel am Dienstag

Am Sonntag müssen seine Spielerinnen wieder in Frankfurt/Main antreten, einen Tag später geht es über Zagreb nach Skopje. Am Dienstag steht dann das erste EM-Gruppenspiel gegen Gastgeber Mazedonien (20.15 Uhr) an. "Die Mädchen sind nach der Vorbereitung etwas müde. Die kleine Pause haben sie sich verdient", so Emrich. Danach zählt dann aber vier Monate nach den mit Platz elf völlig verpatzten Sommerspielen von Peking nur noch der nächste Höhepunkt.

Nachdem sie bei Olympia ganz offen von einer Medaille geträumt hatten, soll für den EM-Vierten von 2006 und WM-Dritten von 2007 diesmal ein Schritt nach dem anderen kommen. Zwar ist die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) auch gegen die weiteren Gruppengegner Serbien (4. Dezember/18.15) und Kroatien (6. Dezember/18.15) Favorit, doch in Münster wurde wie schon in Peking deutlich: Von ihren Führungsspielerinnen wie DHB-Rekordtorschützin Grit Jurack ist die Mannschaft gerade im Rückraum nach wie vor stark abhängig. So waren Jurack und die frühere Welthandballerin Nadine Krause (je sechs Tore) auch in Münster wieder einmal beste Werferinnen.

Siege "wichtig für das Selbstvertrauen"

Armin Emrich sah deshalb auch durch die vielen Experimente mit verschiedenen Formationen ein "Hoch und Runter" gerade zu Beginn der Vorbereitung. Von insgesamt zehn EM-Testspielen seit Mitte Oktober gewann die deutsche Mannschaft fünf. Besonders "wichtig für das Selbstvertrauen" fand aber auch Jurack, dass die beiden letzten Spiele gegen Frankreich in Münster sowie einen Tag zuvor in Hamm (29:24) gewonnen wurden.