2008.11.28 Neuss : Rauball: "Ein respektables Ergebnis erzielt"

Reinhard Rauball zeigt sich mit dem Ergebnis der Vergabe der Übertragungsrechte der Bundesliga sehr zufrieden. "Ein respektables Ergebnis", so der Präsident des Ligaverbandes.

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Rauball ist mit dem Ergebnis der Vergabe der Übertragungsrechte zufrieden

Die DFL hat heute in Frankfurt das Geheimnis gelüftet, wer die Bundesliga bis zum Jahr 2013 im Fernsehen übertragen darf. Mit dem Zuschlag für Premiere und ARD zeigten sich alle Beteiligten unter den gegebenen Umständen mehr als zufrieden. Mit dem neuen Vertrag gehen aber auch einige Änderungen in der Übertragung der Bundesliga einher. Zum Vergabeverfahren und den Problemen mit dem Bundeskartellamt nahm Reinhard Rauball, Präsident des Ligaverbandes im Interview Stellung.

Frage: "Wie zufrieden waren Sie mit dem Verlauf der Verhandlungen?"

Reinhard Rauball: "Am Donnerstag haben wir die Beschlüsse gefasst, am Freitag wurde der Vertrag in der Mitgliederversammlung abgesegnet. Es hat ein überwältigendes Ja-Ergebnis gegeben. Ich bin erfreut darüber. Es ist uns gelungen in dreieinhalb Wochen die Medienrechte zu vergeben. Es war nicht nur die schnellste Ausschreibung in der Geschichte der Deutschen Fußball Liga. Noch nie so lange vor Beginn des verhandelten Zeitraums wurden die Rechte vergeben. Jetzt haben die Klubs frühzeitig Planungssicherheit."

Frage: "Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis?"

Rauball: "Das Ziel war immer die Planungssicherheit für die Klubs, Medienpartner, Fans und Sponsoren. Wir haben in schwierigen Zeiten ein vorzeigbares, ein respektables Ergebnis erzielt, das durch zwei Parameter limitiert wurde."

Frage: "Was meinen Sie damit?"

Rauball: "Durch das Bundeskartellamt hatten wir unverständliche Vorgaben bis hin zur Programmplanung. Das hat uns enorm eingeschränkt. Die restriktiven Vorgaben haben sich auch im Ergebnis niedergeschlagen. Dazu kommt eine gesamtwirtschaftliche Abwärtsentwicklung mit einer weltweiten Finanzkrise, die auch den Medienunternehmen zu schaffen macht. Die Folgen daraus haben zu dem Ergebnis geführt."

Frage: "Werden Sie juristisch gegen das Kartellamt vorgehen?"

Rauball: "Wir haben uns entschlossen, rechtliche Schritte einzuleiten. Es geht um den Durchsuchungsbeschluss und die Durchsuchung unserer Geschäftsräume im Februar. Wir werden dies rechtlich auf seine Rechtmäßigkeit überprüfen. Zudem werden wir die Restriktionen des Kartellamtes zur gerichtlichen Prüfung stellen.