2008.12.01 Neuss : Nürburgring-Boss Kafitz bleibt gelassen

Die Zukunft der Formel 1 in Deutschland bereitet Nürburgring-Geschäftsführer Walter Kafitz bislang keine Sorgen. Im Jahr 2010 könne allerdings der deutsche Grand Prix flach fallen.

us
Nürburgring soll weiter im Rennkalender bleiben

Nürburgring-Geschäftsführer Walter Kafitz hat keine Angst vor einem kompletten Formel-1-Aus für Deutschland. "So lange ein großer Nutzen für unsere Region da ist und auch die öffentliche Hand profitiert, so lange mache ich mir da keine Sorgen", sagte Kafitz dem Sport-Informations-Dienst (sid) zur Formel-1-Zukunft in der Eifel.

Allerdings sei es denkbar, dass es 2010 kein Rennen in Deutschland geben könnte, falls der Hockenheimring wie zuletzt angedeutet freiwillig auf seine turnusmäßige Austragung verzichtet. "Dieses Szenario sehe ich im Moment so", sagte Kafitz. Der Nürburgring würde nicht einspringen.

Nürburgring kein Ersatzkandidat

"Das können wir uns wirtschaftlich nicht erlauben", sagte Kafitz und verwies darauf, dass die wirtschaftliche Lage seit der Einführung des jährlichen Wechsels zwischen Hockenheim und dem Nürburgring ab dieser Saison "nicht anders" geworden sei. Allerdings hoffe er noch darauf, dass Hockenheim den Grand Prix doch ausrichten könne.

Für die Zeit nach dem letzten Rennen des Rotationsabkommens 2011 auf dem Nürburgring ist es vorstellbar, dass sich der Traditionskurs in der Eifel bei einem neuen Vertrag mit Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone um ein Rennen alle zwei Jahre bemüht. "Wir halten ein Rennen alle zwei Jahre für einen dankbaren Kompromiss bei der Frage, was nützt der Region und was kostet es die GmbH", sagte Kafitz.