2008.12.06 Neuss : Deutsche Rodlerinnen erfolgreich in Sigulda

Beim Rodel-Weltcup im lettischen Sigulda konnte die deutsche Tatjana Hüfner den Sieg einfahren. Anke Wischnewski und Natalie Geisenberger belegten die Plätze drei und vier.

jha
Neunter Sieg in Serie: Tajana Hüfner

So knapp war es lange nicht: Weltmeisterin Tatjana Hüfner rettete beim Weltcup im lettischen Sigulda mit einem Mini-Vorsprung von 0,020 Sekunden auf die Ukrainerin Natalja Jakuschenko die seit über elf Jahren bestehende Siegesserie der deutschen Rodlerinnen. Die Doppler fuhren wie schon zum Saisonauftakt am Podest vorbei, die Vizeweltmeister Tobias Wendl/Tobias Arlt wurden Fünfte.

"Das war eine Mordszeit von Jakuschenko im zweiten Lauf, ich musste voll auf Angriff fahren", sagte Hüfner (Oberwiesenthal) nach ihrem neunten Erfolg nacheinander. Jakuschenko, im Training klar vor den Deutschen, kam nicht einmal zur offiziellen Siegerehrung.

Die 36-jährige Ukrainerin war als Fünfte in den Finallauf gegangen und ließ mit klarer Bestzeit die am Ende dritt- und viertplatzierten Anke Wischnewski (Oberwiesenthal) und Natalie Geisenberger (Miesbach) hinter sich.

"Die Erleichterung ist natürlich riesig"

Hüfner behielt aber die Nerven. "Die Erleichterung ist natürlich riesig. Ich war schon etwas angespannt, als ich am Start mitbekam, dass ich die letzte Chance hatte, die Serie zu retten", sagte sie: "Meine Läufe waren nicht ganz astrein. Ich bin sehr glücklich, dass es trotzdem gereicht hat."

Auch Bundestrainer Norbert Loch hatte "Reserven bei den Fahrten" gesehen. "Natürlich war es wichtig, dass die Serie gehalten hat", meinte er nach seinem zweiten Rennen als Chefcoach. Für die deutschen Asse war es der 83. Erfolg in Serie im Viessmann-Weltcup. Am 29. November 1997 hatte die Österreicherin Andrea Tagwerker als letzte Nicht-Deutsche in Königssee gewonnen.

Probleme bei den deutschen Doppelsitzern

Für die Doppelsitzer läuft es in Abwesenheit der verletzten Weltmeister Andre Florschütz/Torsten Wustlich überhaupt noch nicht rund. Die Olympiasieger Patric Leitner/Alexander Resch (Königssee/Berchtesgaden), zuletzt in Igls Fünfte, landeten auf der von ihnen ungeliebten Piste auf Platz neun.

Die siegreichen Italiener Christian Oberstolz/Patrick Gruber waren 0,120 Sekunden schneller als die nun in der Gesamtwertung führenden Österreicher Andreas Linger/Wolfgang Linger. Dritte wurden Peter Penz/Georg Fischler (Österreich). Wendl/Arlt fuhren 0, 753 Sekunden langsamer als die Gewinner.

Am Sonntag stehen das Rennen der Männer (8.55 Uhr) und die Staffel (12.30 Uhr) auf dem Programm.