2008.12.08 Neuss : Alba zittert sich zum Heimsieg

Dank zweier verwandelter Freiwürfe kurz vor Schluss ist Alba Berlin in der BBL einen 64:63-Sieg gegen Braunschweig geglückt. Oldenburg ist Zweiter nach einem Sieg gegen Düsseldorf.

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Steffen Hamann von Alba Berlin (r.) im Zweikampf mit Jason Cain

Die Nervenstärke von Adam Chubb hat Alba Berlin vor der ersten Heimpleite und dem Sturz in eine Krise bewahrt. Mit seinen beiden verwandelten Freiwürfen zwei Sekunden vor der Schlusssirene besiegelte der Amerikaner den 64:63 (38:22)-Erfolg des deutschen Basketball-Meisters gegen die Phantoms Braunschweig nach zuvor drei Pflichtspiel-Niederlagen in Folge. Nur 48 Stunden nach dem Euroleague-Auftritt bei Lottomatica Rom (64:70) sprach Coach Luka Pavicevic deshalb "vom möglicherweise wichtigsten Sieg der Saison".

8608 Zuschauer in Berlin sahen am 13. Bundesliga-Spieltag zwei verschiedene Halbzeiten. Alba lag bis Mitte des dritten Viertels noch mit 22 Punkten vorn, bevor der Faden riss und die Niedersachsen sogar erstmals in Führung (37./60:59) gehen konnten. "Wir hatten nur wenig Zeit, uns auf eine Mannschaft vorzubereiten, die guten Basketball spielt", erklärte Pavicecic, der in der zweiten Hälfte "viele nicht entschuldbare Fehler" ausgemacht hatte.

Am Ende festigten die "Albatrosse" (18:4 Punkte) aber Tabellenplatz eins vor einem Verfolgertrio, das ebenfalls Siege feierte und auch 18 Pluspunkte aufweist. Neben den EWE Baskets Oldenburg (18:6) und den Telekom Baskets Bonn (18:8) gehört dabei weiterhin das Überraschungsteam von ratiopharm Ulm (18:8) zu den Spitzenmannschaften. Die Schwaben schwimmen nach dem 76:69 (38:30) gegen die BG Göttingen weiter auf einer Welle der Euphorie.

Gegen die Niedersachsen präsentierten sie sich als starkes Kollektiv, so dass Trainer Mike Taylor nach dem neunten Saisonsieg besonders seine Bankspieler lobte. "Wir wollen jedoch Schritt für Schritt noch besser werden", verkündete der 36-Jahre alte Coach, dessen junge Mannschaft für frischen Wind im Kreis der vermeintlichen Titelfavoriten sorgt und nun auf Platz vier liegt.

Oldenburgs Gardner mit 23 Punkten überragend

Der Tabellenzweite Oldenburg siegte souverän gegen die Giants Düsseldorf mit 84:73 (45:30) und stellte dabei schon in der ersten Halbzeit die Weichen auf Sieg. Jason Gardner war bei den Gastgebern der überragende Akteur. Er erzielte insgesamt 23 Punkte.

Auch der Tabellendritte Telekom Baskets Bonn gewann sein Heimspiel. Die Baskets schlugen die Giants Nördlingen nach schlechtem Start mit 61:54 (36:32). Dabei lagen sie vor 4500 Zuschauern in der ersten Hälfte bereits mit zehn Punkten zurück, ehe sie das Spiel mit einer starke Defensive noch drehten. Überragend bei den Gästen war Omari Westley mit 20 Punkten.

Quakenbrück lässt Anschluss zur Spitze nicht abreißen

Den Anschluss an die Spitzengruppe halten auch Pokalsieger Artland Dragons Quakenbrück (16:10) durch das 77:69 gegen die Brose Baskets Bamberg und die Frankfurt Skyliners (16:8), die vor eigenem Publikum die Walter Tiger Tübingen mit 82:65 bezwangen.

Die LTi Giessen 46ers (8:18) verschafften sich mit einem 63:53 gegen Tabellenschlusslicht Eisbären Bremerhaven (2:22) ein wenig Luft. In ihrer vierten Bundesliga-Saison steht für die Nordlichter dagegen nach zwölf Spielen lediglich ein Sieg zu Buche. Der Play-off-Teilnehmer der vergangenen drei Spielzeiten verlor trotz deutlicher Halbzeitführung auch sein Heimspiel gegen EnBW Ludwigsburg mit 56:62 (42:29).

Krimi im Kellerduell

Zu einem Krimi entwickelte sich das Kellerduell zwischen dem Vorletzten Köln 99ers und dem Drittletzten Paderborn Baskets. Zwei Verlängerungen brauchten die Gäste, ehe sie die Kölner niedergerungen hatten. Am Ende stand für die Paderborner ein 98:93-Sieg zu Buche.