2008.12.10 Neuss : Kampf um den Gruppensieg

Der Gruppensieg und damit eine bessere Ausgangsposition für die kommenden Aufgaben im Achtelfinale ist das Ziel von Real Madrid, Manchester United und Arsenal London.

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Raul und Madrid brauchen ein Erfolgserlebnis

Acht Teams kämpfen um den Gruppensieg, vier Klubs wollen noch in den UEFA-Cup - doch die ausstehenden sportlichen Entscheidungen vor dem letzten Vorrunden-Spieltag der Champions League heute (20.45 Uhr/live bei Premiere) gerieten angesichts der Entlassung von Trainer Bernd Schuster beim spanischen Rekordmeister Real Madrid völlig in den Hintergrund.

Auf den Tag genau 17 Monate nach seiner Verpflichtung wurde Schuster am Dienstag bei den in der Krise steckenden "Königlichen" entlassen. Nachfolger des zuletzt umstrittenen deutschen Coaches ist Juande Ramos. Ramos hatte zuletzt den FC Sevilla und Tottenham Hotspur trainiert.

Madrid braucht Schützenhilfe

Real gehört trotz der Entlassung von Schuster zu den Topklubs um Manchester United, Juventus Turin, FC Arsenal, Olympique Lyon und Bayern München, die auf dem ersten Platz in ihren Gruppen landen möchten, um sich so bei der Achtelfinal-Auslosung am 19. Dezember den Heimvorteil im Rückspiel zu sichern. Allerdings würde Real nur ein Sieg gegen das Team um Superstar Andrej Arschawin und eine gleichzeitige Niederlage von Juventus Turin gegen Schlusslicht BATE Borissow die Spitzenposition in der Gruppe H einbringen.

Dagegen ist Arsenal nicht auf Schützenhilfe angewiesen. Dem Tabellenvierten der englischen Premier League genügt im direkten Duell um den Sieg in der Gruppe G ein Remis gegen den FC Porto. Teammanager Arsene Wenger will sich die Spitzenposition nicht nehmen lassen. "Obwohl die Unterschiede zwischen den Erst- und den Zweitplatzierten in den Gruppen nur gering sind, ist es ein sicher Vorteil, wenn man das Rückspiel in der K.o.-Runde zu Hause austragen kann", sagte der Franzose.

Wenger will den Vorteil nutzen

Auch Wengers Dauerrivale Sir Alex Ferguson will mit "ManU" das Fernduell gegen den FC Villarreal in der Gruppe E gewinnen, der Coach wird derzeit aber von einem Luxusproblem geplagt. Der Schotte grübelt seit Tagen darüber nach, wie er seine vier Offensivstars Wayne Rooney, Cristiano Ronaldo, Dimitar Berbatow und Carlos Tevez zusammen auflaufen lassen kann, ohne die Defensive zu entblößen.

"Ich würde es sehr gerne machen, aber ich weiß nicht, ob es funktioniert. Ich male ständig auf meinem Notizblock herum, um zu schauen, wie es gehen könnte", meinte Ferguson: "Vielleicht geht es aber wirklich nur gegen Ende eines Spiels, wenn wir Tore brauchen. Auf jeden Fall haben wir jede Menge Möglichkeiten."

Nur noch eine Möglichkeit bleibt dagegen dem AC Florenz und Steaua Bukarest, um die Teilnahme am UEFA-Cup zu schaffen. Beide Teams stehen sich im direkten Duell gegenüber, den Italienern genügt in Rumänien ein Remis. Dasselbe gilt für Dynamo Kiew in der Partie gegen den 17-maligen türkischen Meister Fenerbahce Istanbul, dessen spanischer Europameister-Trainer Luis Aragones bei einem Aus stark unter Druck geraten dürfte.