2008.12.16 Neuss : Mäzen Hopp sieht Hoffenheim weiter oben

1899 Hoffenheim wird in der Rückrunde der Bundesliga keinen Einbruch erleben. Davon ist Mäzen Dietmar Hopp überzeugt. Über eine Europacup-Prämie wird derweil verhandelt.

us
Der Hoffenheim-Macher: Dietmar Hopp

Mäzen Dietmar Hopp von Herbstmeister 1899 Hoffenheim rechnet in der Rückrunde der Bundesliga nicht mit einem Einbruch des Überraschungs-Aufsteigers. "Ich sage nicht, dass wir deutscher Meister werden. Aber wir werden oben dabei bleiben. Wir sind verdient Herbstmeister geworden - es war nicht so, dass wir das mit Duselsiegen erreicht hätten. Wenn die Mannschaft die Form hält und Timo Hildebrand zurückfindet zu seiner Form, dann kann man mit uns rechnen", sagte Hopp der Bild-Zeitung.

Insgeheim haben die Hoffenheimer die Teilnahme an der Champions League bereits fest ins Visier genommen. Durch das neue Stadion in Sinsheim, ab der Rückrunde Heimstätte des Tabellenführers, könnten die Kraichgauer laut Hopp zumindest von der Infrastruktur her in der kommenden Saison die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb stemmen. Ein offenes Geheimnis ist zudem, dass der Mannschaftsrat mit Manager Jan Schindelmeiser derzeit konkrete Verhandlungen über eine Europacup-Prämie führt. Auch über einen Meister-Bonus wird diskutiert.

Keine Scharmützel mit Uli Hoeneß mehr

Allerdings beschleicht Hopp das mulmige Gefühl, dass die verbalen Attacken der Klubbosse von Rekordmeister Bayern München die Hoffenheimer zum Hinrundenende verunsichert haben. "Es hat gegen Schalke durchaus so ausgesehen. Wir sind in den ersten 20 Minuten nicht ins Rollen gekommen", sagte Hopp, der sich in der Rückrunde nicht mehr auf Scharmützel mit Bayern-Manager Uli Hoeneß einlassen will: "Ich werde das, was er über Hoffenheim von sich gibt, nicht mehr kommentieren."

Kritik übte Hopp auch an der harten Gangart der Spieler von Schalke 04 beim abschließenden Hinrundenspiel am vergangenen Sonntag in Mannheim (1:1). "Es ist massiver auf die Knochen gegangen worden. Ich habe die Statistik aus dem letzten Spiel gesehen - da hat Schalke fast doppelt so viele Fouls gemacht wie wir. Schalke muss sich überhaupt nicht wundern, dass sie am Ende nur noch zu neunt waren", meinte Hopp.

Ob die Hoffenheimer nach dem Coup mit Hildebrand in der Winterpause noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden, ließ Hopp derweil offen. Derzeit bemühen sich die Badener, überflüssige Spieler von der Gehaltsliste zu bekommen. So wurde der Vertrag mit Francisco Copado bereits aufgelöst. Auf der Streichliste stehen zudem Jochen Seitz und Zsolt Löw.