2008.12.21 Neuss : Schalke blitzt im "Fall Rafinha" erneut ab

Der Internationale Sportgerichtshof hat eine Klage von Schalke 04 gegen den brasilianischen Verband abgewiesen. Dabei ging es um den Einsatz Rafinhas bei Olympia.

nka
Rafinha bei Olympia 2008

Bundesligist Schalke 04 ist im Fall der Olympia-Teilnahme von Rafinha vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) abgeblitzt und zieht nun vor das Schweizer Bundesgericht. "Die Wege der Sportgerichtsbarkeit sind derzeit für uns zu Ende", erklärte Schalkes Rechtsanwalt Theo Paeffgen.

Der CAS ließ die Klage der Königsblauen gegen den brasilianischen Verband CBF auf Schadenersatz für den nicht genehmigten Olympia-Einsatz des Abwehrspielers ebenso wie zuvor der Weltverband FIFA nicht zu. Die Begründung: Schalke könne doch gegen den Spieler klagen, der gegen seinen Arbeitsvertrag verstoßen habe.

Gang vor das Bundesgericht

Ursprünglich hatte der CAS den Schalkern recht gegeben, dass der Brasilianer nicht abgestellt werden musste. Dennoch flog Rafinha nach Peking und wurde vom brasilianischen Verband eingesetzt, die FIFA ging nicht dagegen vor. Daraufhin forderte Schalke Schadensersatz und verhängte zudem eine Strafe in sechsstelliger Höhe gegen Rafinha.

"In der eigentlichen Streitigkeit von Schalke gegen die CBF gibt es weiterhin keine Entscheidung", sagte Paeffgen: "Unsere Gründe wurden nicht gewürdigt und nicht gehört. Jetzt bleibt uns nur noch die letzte Möglichkeit, den ordentlichen Rechtsweg auszuschöpfen und vors Schweizer Bundesgericht zu ziehen." Dort will der Bundesligist entweder erreichen, dass der CAS die Klage doch zulassen muss, oder, dass das Bundesgericht selbst in der Sache entscheidet.