2008.12.28 Neuss : Riesch bei Zettel-Sieg auf Rang neun

Nach Platz fünf im ersten Durchgang ist Maria Riesch beim Riesenslalom in Semmering im zweiten Lauf auf den neunten Rang zurückgefallen. Es siegte Lokalmatadorin Kathrin Zettel.

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Maria Riesch zurückgefallen

Ski-Rennläuferin Maria Riesch hat sich vom "Zauberberg" in Semmering verhexen lassen und einen Platz auf dem Podium in ihrer Problemdisziplin Riesenslalom verschenkt. Die 24 Jahre alte Partenkirchenerin fiel beim Weltcup vor den Toren Wiens nach starkem ersten Lauf vom fünften auf den neunten Rang zurück, erreichte damit aber immerhin ihr bestes Ergebnis im Riesentorlauf seit fast fünf Jahren.

"Es ist schade, dass es nicht zu einem noch besseren Resultat gereicht hat. Aber ich bin dennoch zufrieden. Endlich sehe ich auch im Riesenslalom eine Entwicklung, das ist ein Riesenfortschritt für mich", sagte Riesch. Auch Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) verlor im Finale einen Platz, zeigte als Elfte aber aufsteigende Tendenz.

Fernsebner gestürzt

Dennoch war es für Alpindirektor Wolfgang Maier kein schöner Tag. Das lag unter anderem am Ausscheiden von Viktoria Rebensburg (Kreuth), die als 14. des ersten Laufs im Finale scheiterte, besonders aber an Carolin Fernsebner (Ransau). Die 22-Jährige stürzte, erlitt eine Verletzung am linken Knie und wurde ins Krankenhaus nach Inzell gebracht.

"Unsere Leute sind besser als sie sich im Moment verkaufen. Im ersten Durchgang hatten wir drei in den Top 14, das spiegelt unser Leistungsniveau wider. Das Ergebnis reißt nicht zu Jubelstürmen hin. Die Verletzung ist da nur das negative Tüpfelchen auf dem I", sagte Maier.

Der Sieg auf dem Hirschenkogel ging an Kathrin Zettel. Die 22 Jahre alte Österreicherin lag bei ihrem vierten Weltcup-Erfolg 0,37 Sekunden vor Manuela Mölgg (Italien). Dritte wurde die erst 17 Jahre alte Schweizerin Lara Gut (0,55 Sekunden zurück). Riesch hatte bei ihrem besten Riesentorlauf seit Platz fünf Ende Februar 2004 in Are 1,73 Sekunden Rückstand, Hölzl 1,82.

In der Disziplinwertung behielt Tanja Poutiainen Platz eins, obwohl die Finnin als 14. enttäuschte. Im Gesamtweltcup blieb die Amerikanerin Lindsey Vonn auf der Spitzenposition, Poutiainen und Riesch verteidigten die Ränge zwei und drei erfolgreich.

"Wir müssen selbstkritisch mit dem Ergebnis umgehen. Wir sind in der Lage, es besser zu machen", sagte Maier noch. Bei seinen beiden Besten kam das durchaus an. Hölzl sprach von einem "dummen Fehler" im Finale und kündigte an, "weiter zu kämpfen". Und Riesch versprach für das letzte Rennen des Jahres, den Flutlicht-Slalom am Montag: "Da werde ich voll angreifen. Das wird ein tolles Rennen."