2009.01.09 Neuss : Podolski-Rückkehr nach Köln immer wahrscheinlicher

Die Rückkehr von Nationalstürmer Lukas Podolski von Bayern München zum 1. FC Köln nimmt konkretere Formen an. Toni Kroos bleibt derweil beim Rekordmeister.

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Toni Kroos (l.) und Lukas Podolski

Nationalspieler Lukas Podolski steht vor der Rückkehr von Bayern München zum 1. FC Köln im kommenden Sommer. "Ich bin mit Köln im Gespräch. Wenn ich nächste Woche zurück bin, werden wir diese Gespräche wieder aufnehmen. Ich denke, dass wir vielleicht bis Ende des Monats eine Lösung hinkriegen," sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß am Freitag in Dubai dem ZDF.

Die beiden Vereine hätten sich hinsichtlich der Ablösemodalitäten angenähert. "Es geht noch darum, Kleinigkeiten zu regeln. Ich denke, dass wir das schaffen", erklärte Hoeneß vor einem weiteren Treffen mit seinem Kölner Kollegen Michael Meier weiter. Der deutsche Rekordmeister fordert zehn Millionen Euro für den Transfer des 23 Jahre alten Stürmers im Sommer, Köln hatte zunächst nur 7,5 Millionen geboten.

Bereits am Donnerstag hatte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge betont, dass beide Vereine vor einer Einigung stehen würden. "Die Kölner haben sich noch einmal bewegt. Das Ganze sieht gut aus. Ich bin zuversichtlich, dass das klappt", sagte Rummenigge.

Klinsmann hofft auf "klare Verhältnisse"

Bis Podolski im Sommer aber nach Köln zurückkehrt, hat Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann klare Vorstellungen. "Ich hoffe, dass bis 31. Januar klare Verhältnisse herrschen. Dann hat er den Kopf frei für den FC Bayern. Wir erwarten, dass er dann alles für den Verein gibt."

Podolski fehlte allerdings im Trainingslager des Rekordmeisters in Dubai wegen eines grippalen Infekts. Laut Klinsmann soll er erst in der nächsten Woche mit dem Aufbautraining beginnen können: "Das kann sich dann aber einige Zeit hinziehen."

Wie lange der 23 Jahre alte Stürmer noch ausfällt, ist derzeit offen. Möglicherweise steht Podolski den Münchnern sogar beim Pokal-Achtelfinale am 27. Januar in Stuttgart nicht zur Verfügung.

Schon jetzt ist Podolski, der schon seit November wegen diverser Blessuren ausfällt, in der Münchner Stürmerhierarchie nur noch die Nummer vier hinter Luca Toni, Miroslav Klose und dem bis März ausgeliehenen Landon Donovan. Der US-Amerikaner erhält nach Aussage des Bayern-Trainers in den anstehenden Testspielen einige Möglichkeiten, sich zu positionieren und für eine Vertragsverlängerung zu empfehlen.

Kroos bleibt in München

Derweil hat Klinsmann einem Transfer oder Ausleihgeschäft von Nachwuchsspieler Toni Kroos eine klare Absage erteilt. "Wir haben entschieden, dass Toni beim FC Bayern bleibt", sagte Klinsmann im Trainingslager des deutschen Fußball-Meisters in Dubai. Zuletzt hatte unter anderem der VfB Stuttgart Interesse an einer Verpflichtung des 19 Jahre alten Mittelfeldspielers gezeigt.

Klinsmann begründete die Entscheidung mit der Personalsituation beim FC Bayern: "Außerdem sind wir der Meinung, dass Toni in der Vorrunde Schritte nach vorne gemacht hat, obwohl er nicht so oft gespielt hat." Der Bayern-Trainer forderte den momentan verletzten U21-Nationalspieler nun auf, "dass er lernen muss, sich durchzuboxen und mit der Situation umzugehen, dass er Spieler vor sich hat, die noch etwas weiter sind als er."