2009.01.10 Neuss : WM-Titel sicher: Erdeis Gegner zu schwer

Zsolt Erdei wird seinen WM-Titel im Halbschwergewicht in Magdeburg auf keinen Fall verlieren. Sein Gegner Juri Baraschian lag beim Wiegen 1,22kg über dem erlaubten Limit.

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Zsolt Erdei braucht nicht um den Verlust seines Titels fürchten

Der ungarische Profiboxer Zsolt Erdei kann am Samstag (22.00 Uhr/live im ZDF) in Magdeburg seinen WM-Gürtel im Halbschwergewicht des Verbandes WBO im Kampf gegen Herausforderer Juri Baraschian nicht verlieren. Beim Wiegen am Freitag brachte der Ukrainer 80,6 Kilogramm auf die Waage und lag damit 1,22kg über dem erlaubten Limit von 79,38kg. Drei Stunden später beim Nachwiegen waren es nach einem Saunagang immer noch 920 Gramm zuviel.

Erdei selbst bei Niederlage weiter Weltmeister

Zsolt Erdei wird nun am Samstag zwar gegen Juri Baraschian in den Ring steigen, aber selbst bei einer Niederlage wäre er weiter Weltmeister. Baraschian würde sich mit einem Sieg allerdings das Recht auf ein zweites Duell mit Erdei erkämpfen, der zudem seine erste Niederlage im persönlichen Kampfrekord aufweisen würde.

Baraschian muss nun mit Konsequenzen seitens der WBO rechnen. Dies kündigte Verbandspräsident Paco Valcarcel aus Puerto Rico in Magdeburg bereits an. Welcher Art diese sein sollen, ließ er zunächst offen.

Seit fünf Jahren und zehn Titelkämpfen ungeschlagen

Erdei gewann den WM-Titel fast auf den Tag genau vor fünf Jahren in Karlsruhe mit einem einstimmigen Punktsieg über den Mexikaner Julio Cesar Gonzalez und verteidigte ihn seitdem zehnmal erfolgreich. Baraschian ist ehemaliger Europameister und schlug im Februar 2008 den Berliner Thomas Ulrich in einem EM-Kampf in der achten Runde K.o..

Zweiter WM-Kampf der Veranstaltung ist das Duell der Universum-Stallkollegen Denis Inkin (Russland) und Karoly Balszay im Supermittelgewicht um den WM-Titel der WBO. Beide Boxer sind noch ungeschlagen. Inkin konnte 34 Erfolge erzielen, Balszay siegte 19-mal. Für Inkin, der den vom walisischen Superstar Joe Calzaghe niedergelegten Gürtel im September in Hamburg gewann, ist es die erste Titelverteidigung.

Ulrich muss wegen einer fiebrigen Erkältung passen

Der ehemalige WM-Kandidat Ulrich sollte im Vorprogramm in der Bördelandhalle sein Comeback nach der schweren Niederlage gegen den 29 Jahre alten Rechtsausleger geben. Der mittlerweile 33 Jahre alte Berliner musste aber am Donnerstag den Fight im höheren Cruisergewicht gegen den in 19 Profikämpfen ungeschlagenen Münchner Armin Dollinger wegen einer fiebrigen Erkältung absagen.