2009.01.12 Neuss : Benitez erweitert Kritik an Manchester

Rafael Benitez, Teammanager in Liverpool, hat erneut Manchester United kritisiert. Manchesters Geschäftsführer David Gill stehe wegen seines Amtes bei der FA im Interessenkonflikt.

jam
Rafael Benitez gibt sich angriffslustig

Die Spitzenklubs der Premier League bekämpfen sich weiterhin nicht nur auf dem Fußballplatz. Nachdem Rafael Benitez, Teammanager von Tabellenführer FC Liverpool, am Wochenende verbale Seitenhiebe gegen seinen Kollegen Sir Alex Ferguson von Manchester United ausgeteilt hatte, kritisiert er nun einen Funktionär des amtierenden Meisters.

Am Montag warf Benitez dem Geschäftsführer von Manchester United David Gill vor, in einem Interessenkonflikt zu stecken. Der 51-Jährige Gill ist neben seiner Tätigkeit für den amtierenden Meister auch im Vorstand des englischen Fußball-Verbandes FA tätig.

"Gill ist mächtig in der FA, das ist ein Fakt. Ich finde das sehr merkwürdig", sagte Benitez. "Sie sagen, wir spielen Psychospielchen, aber das kann man nur, wenn man auf Augenhöhe ist. Und das sind wir wegen Gills Macht nicht."

Weder Manchester United noch die FA reagierten am Montag auf die neuerlichen Anschuldigungen, jedoch hatte sich Ferguson bereits am Sonntag nach dem deutlichen 3:0 gegen den FC Chelsea über seinen Trainerkollegen geäußert. "Wenn er wirklich mal darüber nachdenken würde, was er gesagt hat, wird er merken, wie lächerlich seine Äußerungen sind", erklärte Ferguson.

Dem langjährigen Teammanager von "United" hatte Benitez zuvor vorgeworfen, er beeinflusse seit Jahren Schiedsrichter und Offizielle und komme damit ungestraft davon.

Liverpool führt derzeit mit 46 Punkten die Liga an, Manchester folgt auf Rang drei (41), hat aber noch zwei Nachholspiele zu absolvieren.