2009.01.17 Neuss : Olympiasiegerin Heidemann scheitert in Budapest

Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann ist beim Degen-Grand-Prix in Budapest bereits in der Runde der letzten 32 ausgeschieden. Imke Duplitzer belegte Platz fünf.

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Frühes Aus für Britta Heidemann

Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann ist der Start in die neue Weltcupsaison missglückt. Die 26-Jährige aus Leverkusen schied beim Degen-Grand-Prix in Budapest nach einem 8:15 gegen die Italienerin Nathalie Moellhausen in der Runde der letzten 32 aus und belegte am Ende Rang 17. Beste Deutsche war die Olympia-Fünfte Imke Duplitzer aus Bonn als Fünfte.

"Die Platzierung von Britta ist kein Beinbruch. Man muss berücksichtigen, dass sie erst sehr viel später in den Trainingsbetrieb wieder eingestiegen ist. Entsprechend muss sie natürlich auch ihren Wettkampfrhythmus wieder finden", sagte Bundestrainer Piotr Sozanski.

Duplitzer hatte zuvor Siege gegen die Ungarinnen Edina Bekefi (15:8) und Katalin Izso (15:13) sowie gegen Giulia Rizzi aus Italien (15:10) gefeiert. Im Viertelfinale unterlag sie dann der späteren Siegerin Anna Siwkowa aus Russland 9:15. Siwkowa gewann das Finale 15:9 gegen die Französin Hajnalka Kiraly Picot. Dritte wurden Nathalie Moellhausen und Emese Szasz (Ungarn).

Manfred Kaspar, Sportdirektor des Deutschen Fechter-Bundes, fand lobende Worte: "Imkes Leistung heute verdient größten Respekt. Trotz eines hartnäckigen Infekts, der sie sichtlich beeinträchtigte, hat sie stark gefochten. Ohne diesen Infekt wäre sogar der Sieg drin gewesen."

Degenfechter Schmid Zweiter in Kuwait

Degenfechter Sven Schmid hat derweil beim Weltcup-Turnier in Kuwait-Stadt den hervorragenden zweiten Platz belegt. Der 31 Jahre alte Tauberbischofsheimer musste sich erst im Finale dem Franzosen Gauthier Grumier mit 12:15 geschlagen geben. "Dies ist ein Saisonstart, auf dem wir aufbauen können. Sven hat stark gefochten", sagte Bundestrainer Didier Ollagnon.

Norman Ackermann, Christoph Kneip (beide Leverkusen) und Jörg Fiedler (Tauberbischofsheim) landeten auf den Rängen 14,19 und 28. Olympiasieger Matteo Tagliariol aus Italien war bereits in der Runde der letzten 64 an seinem Landsmann Paolo Pizzo gescheitert.