2009.01.18 Neuss : Pranger der Schnellste im Stangenwald

In Wengen hat Manfred Pranger den Slalom-Weltcup vor seinem österreichischen Landsmann Reinfried Herbst und Ivica Kostelic (Kroatien) gewonnen. Felix Neureuther kam nicht ins Ziel.

us
Manfred Pranger

Ski-Rennläufer Felix Neureuther musste zwei Wochen vor der WM erneut einen herben Rückschlag hinnehmen. Der 24-jährige Partenkirchner schied sieben Tage nach seinem dritten Platz in Adelboden beim Slalom-Klassiker im Schweizer Wengen nach verkorkstem ersten Lauf im Finale aus. Für Neureuther war es die dritte Pleite im fünften Saisonrennen in seiner Spezialdisziplin.

Der Österreicher Manfred Pranger trotzte den schwierigen Verhältnissen bei leichtem Regen im zweiten Lauf und feierte seinen dritten Sieg.

Davon hatte auch Neureuther geträumt. "Mein Vater hat hier zweimal gewonnen, das ist ein Neureuther-Hang", sagte er vor dem Rennen. Doch schon nach dem ersten Lauf, den er auf Platz 17 beendete, hatte er keine Chance mehr auf den Sieg. Im Finale zeigte er sich endlich angriffslustig - doch 15 Fahrsekunden vor dem Ziel fädelte er ein.

"Zu viele Wackler und Fehler"

"Es wäre hier extrem viel drin gewesen. Ich habe alles riskiert und bin voll Attacke gefahren. Jetzt fahre ich mit null Punkten nach Hause. Das ist bitter", sagte Neureuther. Schon den ersten Lauf habe er "völlig verpennt. Da hatte ich zu viele Wackler und Fehler."

Ideal war Pranger unterwegs, der vor Landsmann Reinfried Herbst und Ivica Kostelic gewann. Im Gesamtweltcup blieb der Österreicher Benjamin Raich vorne.

Wenigstens aufs Podium hatte Neureuther gehofft, lange hadern darf er aber nicht: am Sonntag ist im Ski-Mekka Kitzbühel der nächste Slalom zu fahren. Bis zur WM in Val d'Isere folgen in Schladming und am heimischen Gudiberg zwei Torläufe. "Ich weiß, dass ich dabei bin und Rennen gewinnen kann. Ich mache mich nicht verrückt", sagte er.

Alpindirektor Wolfgang Maier glaubt, "dass ihn das Aus nicht umwirft. Er schafft es, irgendwann nach vorne zu kommen. Ich blicke nicht sorgenvoll zur WM." Anders stellt sich die Situation für Stefan Kogler (Schliersee) dar, der nach gutem Saisonstart zum dritten Mal in Folge im ersten Lauf ausschied.