2009.01.26 Neuss : Dallas kassiert Pleite bei den Boston Celtics

Dirk Nowitzki kassierte mit den Dallas Mavericks in der NBA eine herbe 100:124-Pleite bei Meister Boston Celtics. Die "Mavs" müssen weiter um die Teilnahme an den Play-offs bangen.

us
Für Dirk Nowitzki und Co. war in Boston nichts zu holen

Mit einer erneuten Demütigung hat sich die Achterbahnfahrt von Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA fortgesetzt. Der deutsche Nationalspieler kassierte mit den "Mavs" eine herbe 100:124-Niederlage beim amtierenden Champion Boston Celtics und blieb mit 18 Punkten sowie einer schwachen Wurfquote von nur vier Treffern bei 17 Versuchen aus dem Feld blass. "Dallas in Boston vorgeführt" titelte die Dallas Morning News:

"Müssen das als schlechtes Spiel abschreiben"

"Ich glaube nicht, dass sie so viele Punkte besser sind als wir. Aber wir müssen das einfach als schlechtes Spiel abschreiben", sagte Nowitzki nach der 19. Saisonniederlage seines Teams. "So ist halt die Liga - du gewinnst einige wichtige Spiele, und du kassierst ein paar herbe Niederlagen", erklärte der gebürtige Würzburger.

Zuletzt hatten die "Mavs" zwar einen 112:91-Sieg bei den Detroit Pistons gefeiert, davor hatte es allerdings ein 99:133-Debakel bei den Milwaukee Bucks gegeben. Besonders auf fremdem Parkett schwächelt der Vizemeister von 2006. Die Niederlage in Boston war bereits die sechste Auswärtspleite im Januar, dabei gingen vier Spiele sogar mit 20 oder mehr Punkten Unterschied verloren.

"Ich hatte ein paar offene Schüsse, die ich hätte reinmachen müssen. Wir gerieten ins Hintertreffen und konnten sie nicht stoppen. Sie habe einfach alles getroffen", erklärte Nowitzki. Der 2,13m große Flügelspieler blieb in Boston ohne verwandelten Drei-Punkte-Wurf, leistete sich fünf Ballverluste und wurde im zweiten Viertel sogar vom nur 1,85 m großen Eddie House geblockt.

Coach Carlisle enttäuscht

Für Nowitzki in die Bresche sprang Jason Terry, der 27 Zähler markierte. Als Achter der Western Conference müssen die Texaner weiter um einen Play-off-Platz in der NBA zittern. "Ich dachte eigentlich, dass meine Spieler alle heiß auf das Duell waren", sagte Dallas-Coach Rick Carlisle: "Aber Boston war einfach großartig. Kein Team spielt eine effektivere Verteidigung."

Die gute Abwehrleistung der Hausherren führte bei den Mavericks zu Frust, sodass vor 18.624 Zuschauern im Boston Garden die Gäste Fouls kassierten. Eines davon ging an die Dallas-Reservebank. Anschließend erklärte jedoch Nowitzki, dass er das technische Foul hätte bekommen sollen und freiwillig die 1500 Dollar Strafe übernehmen werde.

Die Celtics feierten dagegen mit dem Triumph über die Mavericks den achten Erfolg in Serie und insgesamt bereits den 37. Sieg der laufenden Spielzeit. Dabei erzielten für die Gastgeber gleich drei Spieler 23 Punkte: Kevin Garnett, Ray Allen und House waren zielsicher.

Lakers siegen im Spitzenspiel

Im Spitzenspiel der Western Conference gewannen die Los Angeles Lakers deutlich 99:85 gegen die San Antonio Spurs. Einmal mehr war dabei Kobe Bryant der überragende Akteur. Der Lakers-Superstar kam auf 22 Punkte und entschied damit auch das Duell gegen Spurs-Spielmacher Tony Parker (19 Zähler) knapp für sich.

Ebenfalls sicher auf Play-off-Kurs im Westen befinden sich die Denver Nuggets. Sie kamen zu einem 117:97-Heimerfolg über den direkten Mitkonkurrenten Utah Jazz und bauten ihre Bilanz auf 29:15 Siege aus.

Der brasilianische Center Nene war mit 28 Punkte der dominante Spieler auf dem Parkett, auch seine Teamkollegen Chauncey Billups und J. R. Smith überzeugte mit jeweils 22 Zähler für Denver, das weiterhin Platz drei im Westen hinter den Lakers und den Spurs belegt. Utah bleibt nach der Niederlage weiter hinter den Mavericks auf Rang neun und damit außerhalb der Play-off-Ränge.

Auf weitere Schützenhilfe hoffte Dallas aber umsonst. Sowohl die Phoenix Suns als auch die Houston Rockets gaben sich keine Blöße und fuhren im Kampf um die Play-off-Tickets Siege ein. Die Suns besiegten Dank Amare Stoudemire (23 Punkte) und Shaquille O'Neal (19 Punkte, elf Rebounds) die Atlanta Hawks 104:99, die Rockets konnten sich bei ihrem knappen 108:105-Erfolg bei den Detroit Pistons auf Ron Artest (24 Zähler) und Luis Scola (21) verlassen. Beide Teams konnten sich damit etwas weiter von den "Mavs" absetzen.

Die Spiele vom Sonntag im Überblick:

Boston Celtics - Dallas Mavericks 124:100, Los Angeles Lakers - San Antonio Spurs 99:85, Atlanta Hawks - Phoenix Suns 99:104, Toronto Raptors - Sacramento Kings 113:97, Detroit Pistons - Houston Rockets 105:108, Indiana Pacers - Charlotte Bobcats 98:93, Minnesota Timberwolves - Chicago Bulls 109:108, Denver Nuggets - Utah Jazz 117:97, Golden State Warriors - Los Angeles Clippers 107:92