2009.01.29 Neuss : Asamoah erneut Opfer rassistischer Äußerungen

Gerald Asamoah von Schalke 04 ist erneut rassistischen Äußerungen zum Opfer gefallen. "Da waren wieder diese Affenlaute", so der 30-Jährige nach dem Spiel gegen Carl Zeiss Jena.

dsch1
Gerald Asamoah ist in Jena rassistisch beleidigt worden

Der 4:1-Sieg bei Drittligist Carl Zeiss Jena im DFB-Pokal hatte für Gerald Asamoah von Bundesligist Schalke 04 einen faden Beigeschmack. Anhänger der Gastgeber hatten den 30-Jährigen offenbar rassistisch beleidigt. "Ja, da waren wieder diese Affenlaute, auch nach dem Spiel auf dem Weg zum Bus. Ich möchte das Thema nicht so hoch hängen, um diesen Leuten keine Öffentlichkeit zu bieten, aber es tut natürlich immer wieder weh. Und es war ja auch zu erwarten, dass so etwas passieren würde", sagte Asamoah dem Fachmagazin RevierSport.

Das Spiel war für Asamoah vorzeitig beendet, nachdem ihn der Schiedsrichter in der 75. Minute wegen eines Fouls an dem Jenaer Rene Eckardt vom Platz gestellt hatte. Der in Ghana geborene Stürmer war bereits vor knapp zweieinhalb Jahren bei einem Pokalspiel bei der 2. Mannschaft von Hansa Rostock von Fans beschimpft worden.

Das DFB-Sportgericht belegte die Hanseaten damals mit einer Geldstrafe von 20.000 Euro. Zudem musste die Oberliga-Mannschaft von Hansa das nächste Heimspiel in der Oberliga Nordost unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen.

"In Cottbus ist so etwas nicht passiert"

"Leider kommt so etwas in Ostdeutschland immer noch vor. Allerdings haben wir in der Vergangenheit auch schon oft in Cottbus gespielt, da ist so etwas nicht passiert", sagte Asamoah nun.

Ob die Vorkommnisse für Carl Zeiss ein Nachspiel haben werden, ist offen. Bisher ist kein Sonderbericht an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) gegangen, auch weil Asamoah nach dem Spiel keine Anschuldigungen äußerte. Für seinen Platzverweis war er am Mittwoch bereits für ein Pokalspiel gesperrt worden.