2009.01.30 Neuss : Blatter lehnt gemeinsame WM-Bewerbungen ab

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter wird die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 nur an Einzelkandidaten vergeben. Niederlande/Belgien und Spanien/Portugal fallen dadurch durchs Raster.

bto
FIFA-Präsident Joseph S. Blatter

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat gemeinsamen Bewerbungen für die Ausrichtung der Fußball-WM 2018 und 2022 eine Absage erteilt. "Sobald es drei oder vier Einzelkandidaten für die Ausrichtung gibt, genießen diese die Priorität. Dann müssen wir die Bewerbungen von zwei Ländern automatisch fallen lassen", sagte Blatter bei einer Pressekonferenz am Freitag in der paraguayischen Hauptstadt Asuncion.

Da bereits mehrere Einzelkandidaten Bewerbungen eingereicht haben, dürften damit die von den Niederlanden und Belgien sowie Spanien und Portugal hinfällig sein. Die Länder wollten nach dem Vorbild von Japan und Südkorea im Jahre 2002 die WM als Co-Ausrichter austragen. Die Niederlande und Belgien hatten 2000 gemeinsam die EM-Endrunde ausgerichtet.

Der US-Verband will es noch einmal wissen

Erst am Donnerstag hatte der US-amerikanische Verband bekannt gegeben, sich für die Austragung der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 zu bewerben. Verbandspräsident Sunil Gulati will die Kandidatur pünktlich zum Ablauf der Bewerbungsfrist am Montag offiziell verkünden und den Geschäftsführer des Bewerbungskomittees vorstellen.

Zuvor hatten sich bereits England, Katar, Russland, Japan und Indonesien für die WM-Gastgeberrolle beworben. Vor dem Ablauf der Frist am 2. Februar wird auch noch mit den Bewerbungen von China, Mexiko und Australien gerechnet.

Die Entscheidung über die Vergabe der beiden Endrunden fällt der Weltverband FIFA im Dezember 2010. Südamerikanische Nationen sind von der Bewerbung ausgeschlossen, da Brasilien bereits als Ausrichter der WM-Endrunde 2014 feststeht. Afrikanische Nationen können sich lediglich für die Endrunde 2022 bewerben, da Südafrika im kommenden Jahr Gastgeber der WM-Endrunde ist.