2009.01.30 Neuss : Nach der WM 2011 ist wohl Schluss für Birgit Prinz

Birgit Prinz liebäugelt mit einem Abschied von der internationalen Bühne nach der WM 2011. Olympia 2012 wird damit voraussichtlich ohne die Rekordnationalspielerin stattfinden.

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Rekordnationalspielerin Birgit Prinz will ihre Karriere 2011 beenden

Nach der Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland wird Rekordnationalspielerin Birgit Prinz aller Voraussicht nach von der internationalen Bühne abtreten. "Es sieht so aus, dass dann Schluss ist", sagte die dreimalige Weltfußballerin der Fuldaer Zeitung.

Obwohl Prinz in der Titelsammlung lediglich noch olympisches Gold fehlt, glaubt die 31 Jahre alte Stürmerin nicht an ihre Teilnahme an den Sommerspielen 2012 in London. Prinz: "Voraussichtlich nicht. Zumal es keine Garantie gibt, dass wir dort auch wirklich Gold holen."

Die Physiotherapeutin hat bislang 188 Länderspiele bestritten und ist mit 122 Treffern im Nationaltrikot auch DFB-Rekordtorschützin. Die zweimalige Weltmeisterin Prinz steht noch bis 2011 beim amtierenden deutschen Meister 1. FFC Frankfurt unter Vertrag.

"Haben geschlafen und werden dafür bestraft"

Die derzeitige Krise des hessischen Klubs, der bereits aus dem UEFA-Cup und dem DFB-Pokal ausgeschieden ist und in der Bundesliga sieben Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München hat, kommt für Prinz nicht überraschend. "National wie international ist das gleich: Wir haben geschlafen und werden endlich dafür bestraft. Das ist ein wichtiger Prozess", sagte die Frankfurterin, die im Juli 1994 ihr erstes Länderspiel bestritten hatte.

Positiv bewertet Prinz die ab 2010 greifende Verlegung des DFB-Pokal-Finals der Frauen von Berlin in eine andere Stadt. "Ich persönlich finde es gut, aber ich weiß, dass es auch andere Stimmen gibt." Der DFB hatte in der vergangenen Woche beschlossen, dass das Endspiel, das seit 1985 gemeinsam mit dem Männer-Finale im Berliner Olympiastadion stattfand, im Frühjahr dieses Jahres für andere Interessenten ausgeschrieben wird.