2009.02.05 Neuss : Schlappner fordert Vorstandswechsel bei Waldhof

Klaus Schlappner hat sich besorgt über die Lage beim ehemaligen Bundesligisten Waldhof Mannheim geäußert. "Das tut einem im Herzen weh", sagte der ehemalige Trainer dem sid.

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Der ehemalige Trainer von Waldhof Mannheim, Klaus Schlappner

Waldhof-Urgestein Klaus Schlappner hat die Lage beim ehemaligen Bundesligisten Waldhof Mannheim scharf kritisiert und weitere Konsequenzen in der Führungsebene gefordert. "Es ist erbärmlich, was dort zuletzt abgelaufen ist. Das tut einem im Herzen weh", sagte Schlappner dem Sport-Informations-Dienst (sid): "Jetzt muss ein Schlussstrich gezogen werden. Dazu muss auch das Personal in der Führung konsequent ausgewechselt werden."

Spieler beenden Streik

Immerhin haben die Spieler ihren wegen ausstehender Gehälter ausgerufenen Streik am Donnerstag beendet. Ausschlaggebend war eine Telefonkonferenz der Klubführung mit Mäzen Dietmar Hopp von Bundesliga-Spitzenreiter 1899 Hoffenheim, der auch Waldhof finanziell unterstützt.

"Herr Hopp hat die auf einem Treuhänderkonto befindlichen 220.000 Euro aus einem Darlehen im Dezember freigeschaltet", sagte Waldhof-Geschäftsführer Andreas Laib der Online-Ausgabe des Mannheimer Morgen. Zudem seien einige fällige Zahlungen von Sponsoren eingegangen.

"Ich hoffe, dass er dem Klub weiterhin hilft"

Die Hoffnung von Schlappner auf Besserung beim finanziell angeschlagenen Regionalliga-Vierten ruhen ohnehin auf Hopp. "Sein Engagement ist ehrenhaft. Ich hoffe, dass er dem Klub weiterhin hilft", sagte Schlappner, der in der Blütezeit von Waldhof in den 80er-Jahren in der ersten Liga als Trainer verantwortlich war.

Mäzen Hopp vom Bundesliga-Spitzenreiter 1899 Hoffenheim hatte zuletzt eine weitere finanzielle Unterstützung für Waldhof von Bedingungen abhängig gemacht. So soll unter anderem ein neutraler Wirtschaftsprüfer die Verhältnisse des Klubs untersuchen.

Die Situation in Mannheim ist brisant. Dem Traditionsklub fehlen aktuell rund eine Million Euro zur Deckung des laufenden Saisonetats. Zudem hatte die Staatsanwaltschaft im Zuge von Ermittlungen gegen frühere Funktionäre wegen des Verdachts der Veruntreuung von Geldern die Geschäftsräume durchsucht.