2009.02.09 Neuss : Bode Miller hat Gold im Visier

Bei der Super-Kombination in Val d'Isere hat Bode Miller die Goldmedaille im Visier. Nach der Abfahrt liegt Miller hinter Aksel Lind Svindal (Norwegen) auf Platz zwei.

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Bode Miller hofft auf Gold

Bode Miller hat erstmals seit dem Doppelsieg von Bormio 2005 wieder eine Goldmedaille bei einer alpinen Ski-WM im Visier. Der Amerikaner fuhr bei der Abfahrt der Super-Kombination hinter Aksel Lind Svindal (Norwegen) auf Platz zwei. Miller hat aber lediglich vier Hundertstelsekunden Rückstand auf Svindal und geht somit als Favorit in den entscheidenden Slalom-Lauf (ab 17.00 Uhr), weil er als der bessere Torläufer gilt.

Svindal legte auf der wegen Schneefalls und schlechter Sicht um 540 Meter verkürzten Piste "Face de Bellevarde" in 1:30,99 Minuten die Bestzeit vor. Auch der Doppelweltmeister von Are 2007 hat noch Chancen auf eine Medaille, ebenso wie Slalomspezialist Jean-Baptiste Grange. Der Franzose liegt als Vierter nur 1,10 Sekunden zurück.

Der einzige deutsche Starter, Speedspezialist Stephan Keppler (Ebingen), lag 3,12 Sekunden hinter Svindal, belegte Platz 25 und war immerhin 0,30 Sekunden schneller als Abfahrtschampion John Kucera (Kanada).

Raich bereits ausgeschieden

Benjamin Raich (Österreich), einer der Favoriten, ist bereits aus dem Rennen. Der Weltmeister von 2005 verpasste nach rund einer Minute Fahrzeit ein Tor und schied aus. Olympiasieger Ted Ligety aus den USA wurde nach der Abfahrt disqualifiziert.

Zwei potenzielle Medaillenanwärter waren nicht dabei. Titelverteidiger Daniel Albrecht aus der Schweiz liegt nach seinem schweren Trainingssturz in Kitzbühel noch im künstlichen Tiefschlaf. Der kroatische Olympia-Zweite Ivica Kostelic ist am Rücken verletzt.

Die Veranstalter hatten vor Rennbeginn ganze Arbeit geleistet. So schafften sie drei zusätzliche Flutlichtmasten für bessere Sicht an die "Face" und brachten den über Nacht gefallenen Neuschnee von der Piste. Um den Wettbewerb nicht zu gefährden, wurde außerdem der Start von 2705m auf 2550m nach unten verlegt und die Strecke somit um rund 35 Fahrsekunden verkürzt.

"Oben sind noch einmal ein, zwei Zentimeter Neuschnee gefallen. Da hätten wir nicht garantieren können, dass wir pünktlich starten. Außerdem wäre es nicht fair gewesen", sagte FIS-Renndirektor Günter Hujara. Die Rennläufer unterstützten diese Entscheidung geschlossen und bestätigten unisono, dass die Piste sehr gut zu befahren war.