2009.02.10 Neuss : DFL vergibt Rechtepaket für einheitlichen Ligaball

Ab der Saison 2010/2011 hat die DFL ein Rechtepaket für einen einheitlichen Ligaball ausgeschrieben. Den Klubs der 1. und 2. Liga winken damit zusätzliche Millionen-Einnahmen.

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Ab der Saison 2010 2011 wird mit einheitlichen Bällen gespielt

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat über ihre Vermarktungs-Tochter Sports Enterprises erwartungsgemäß das Rechtepaket für einen einheitlichen Ligaball ab der Saison 2010/2011 ausgeschrieben. Das Paket wird sich auf alle Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga bis Ende der Spielzeit 2012/2013 beziehen und soll der Liga zusätzliche Einnahmen in Millionenhöhe bescheren.

In anderen europäischen Ligen ist das Geschäft mit einem gesponserten Spielball bereits eine lohnende Angelegenheit. Die englische Premier League hat in der Firma Nike für jährlich sieben Millionen Euro einen Partner. Angeblich will adidas der DFL ein Angebot in ähnlicher Größenordnung auf den Tisch legen. In Italiens Serie A bekommen die Klubs 4,5 Millionen Euro pro Saison. Das bei der WM 2006 in Deutschland genutzte Modell "Teamgeist" von adidas wurde zum Beispiel weltweit über 15 Millionen Mal verkauft.

Rekordmeister und Branchen-Primus FC Bayern, der adidas als Ausrüster und Partner hat, würde aber sogar einen Ligaball eines anderen Herstellers zähneknirschend akzeptieren. "Grundsätzlich halte ich die Idee für tragfähig, weil ein Ligaball zu lukrativen Mehreinnahmen führen könnte. Problematisch ist natürlich, dass wir einen Vertrag mit adidas haben, in dem steht, dass wir mit adidas-Bällen spielen müssen", sagte Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Für einen einheitlichen Ligaball sprechen sich auch die Bundesliga-Keeper aus. "Ein Einheitsball wäre für die Torhüter auf jeden Fall am besten. Weil man sich dann nicht jede Woche auf einen anderen Ball einstellen muss", meinte Nationaltorwart Rene Adler von Bayer Leverkusen.