2009.02.12 Neuss : Bremen-Gastspiel kommt für Dante zu früh

Schlusslicht Borussia Mönchengladbach muss auch am Samstag bei Werder Bremen noch auf Neuzugang Dante verzichten. "Für dieses Spiel reicht es noch nicht", sagte Hans Meyer.

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Dantes Fehlen bereitet Trainer Hans Meyer Kopfzerbrechen

Der abstiegsbedrohte Bundesligist Borussia Mönchengladbach muss auch im dritten Rückrundenspiel am Samstag bei Werder Bremen (15.30 Uhr/live bei Premiere) auf Winter-Einkauf Dante verzichten. Der für 2,5 Millionen Euro von Standard Lüttich verpflichtete brasilianische Abwehrspieler steht zwar nach seinem in der Vorbereitung erlittenen Muskelfaserriss inzwischen im Mannschaftstraining, ist aber noch nicht hundertprozentig fit. "Es sieht schon gut aus, aber für dieses Spiel reicht es noch nicht", sagte Trainer Hans Meyer.

Neben Dante muss die Borussia auch auf Mittelstürmer Rob Friend verzichten, der nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist. Bei den in der Woche angeschlagenen Filip Daems (Magen-Darm-Grippe) und Alexander Baumjohann (Bluterguss am Knie) hofft Meyer, dass sich ihr Zustand bis zum Wochenende weiter normalisiert. "Das wird hoffentlich kein Problem sein", erklärte er.

Kein Verständnis für den Protestbrief

Die Affäre um einen Protestbrief der Spieler im Trainingslager hat Meyer überrascht. "Ich habe unterschätzt, dass jemand auf die idiotische Idee kommt, nach zwei Spielen, in denen man sieht, dass es besser wird, so etwas nach draußen zu bringen", sagte der Trainer. Die Form des Briefes sei nicht ernst zu nehmen gewesen, erst recht in einem Trainingslager, in dem man sich zusammensetzen und Dinge klären könnte. "Eigentlich brauchen wir für Bremen einen klaren Kopf", meinte Meyer.

Großen Respekt bringt der Trainer unterdessen dem neuen Gladbacher Vize-Präsidenten Rainer Bonhof entgegen. Der Weltmeister von 1974 habe 1999 "genug Charakter gezeigt, einzusteigen, als Borussia fast schon abgestiegen war, und ist nach dem Abstieg geblieben". "Das hat mir imponiert", sagte Meyer. Bonhof, der am Dienstag vom Aufsichtsrat in den Vorstand gewählt wurde, sei "ein sachlicher Fachmann, der im Herzen immer Borusse war".