2009.02.12 Neuss : Giftpfeile vor dem Gipfeltreffen

Mit Verbal-Attacken hat Turbine-Trainer Bernd Schröder das Topspiel gegen den 1. FFC Frankfurt angeheizt. Er sei FFC-Manager Siegfried Dietrich "moralisch Lichtjahre voraus".

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Turbine-Trainer Bernd Schröder

Vor dem Spiel der Erzrivalen in der Frauen-Bundesliga am Sonntag zwischen Turbine Potsdam und dem 1. FFC Frankfurt hat Turbine-Trainer Bernd Schröder zusätzlich Öl ins Feuer gegossen und FFC-Manager Siegfried Dietrich verbal scharf attackiert. Dietrich sei "ein Beispiel für Leute, die die Gunst der Stunde nutzen und Geld mit dem Frauenfußball verdienen", sagte Schröder im Interview mit der FAZ: "Moralisch bin ich ihm Lichtjahre voraus."

Schröder kritisierte zudem die Abwerbementalität des Meisters. "Wenn Frankfurt eine Spielerin braucht, wird diese gekauft. Bei uns ist das System anders. Wir kümmern uns, dass die Spielerinnen ihr Abitur machen können, besorgen Lehrstellen und Universitätsplätze", erklärte der 66-Jährige.

Schröder selbst will noch bis 2011 seinen Job als Trainer bei Turbine ausüben. "Schließlich müssen bis zur WM im eigenen Land Fachleute dabei sein", sagte Schröder.