2009.02.12 Neuss : Schalke 04 zeigt unbekannte Hacker an

Mit einer Strafanzeige gegen Unbekannt hat Bundesligist Schalke 04 auf die Falschmeldung über die Entlassung von Kevin Kuranyi reagiert, die Computer-Hacker verbreitet hatten.

chr
Nimmt die Hacker-Attacke locker: Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi

Bundesligist Schalke 04 hat gegen die Computer-Hacker, die eine Falschmeldung über die Entlassung von Kevin Kuranyi auf der Internetseite des Klubs platziert hatten, Strafantrag gestellt. "Das ist alles andere als ein Kavaliersdelikt", sagte Präsident Josef Schnusenberg. Der Klub stellte am Donnerstag Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Computer-Sabotage.

Am Mittwochabend um 20.59 Uhr hatten Hacker über den in Dresden beheimateten vereinsfremden Webserver eine "Eilmeldung" mit der Überschrift "Kevin Kuranyi freigestellt" auf der Homepage www.schalke04.de online gestellt. Bereits 15 Minuten später hatte der Klub die Falschmeldung, die von einigen Online-Medien schon übernommen worden war, von der Seite genommen und eine Klarstellung verschickt.

Kuranyi lässt sich nicht vom Abendessen abhalten

Ex-Nationalspieler Kuranyi, der zuletzt in einigen Medien Wechsel-Spekulationen angeheizt hatte, reagierte gelassen auf den virtuellen Rauswurf. "Ich habe beim Abendessen mit meiner Frau mein Handy auf lautlos gestellt und daher einige Anrufe gar nicht mitbekommen", berichtete der umstrittene Stürmerstar: "Der erste Anrufer, mit dem ich dann gesprochen habe, berichtete mir von der Entwicklung und sagte bereits, dass es eine Falschmeldung ist. Ich habe mir dann auch überhaupt keine weiteren Gedanken gemacht."

Den Hackern droht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.