2009.02.16 Neuss : Schwimm-Star Phelps entgeht Anklage

Keine zivilrechtlichen Folgen muss Michael Phelps in der Wasserpfeifen-Affäre befürchten. Die zuständige Polizei wird keine Anklage gegen den Schwimm-Star erheben.

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Schwimm-Star Michael Phelps

Die Wasserpfeifen-Affäre hat für Schwimm-Star Michael Phelps zumindest zivilrechtlich keine Folgen. Wie die Polizei mitteilte, werde gegen den erfolgreichsten Olympioniken aller Zeiten keine Anklage erhoben.

Phelps, der im August bei den Olympischen Spielen in Peking acht Goldmedaillen geholt hatte, war am 6. November 2008 auf einer Party auf dem Gelände der Universität South Carolina beim Inhalieren mit einer Glaspfeife fotografiert worden. Daraufhin hatte das Richland County Sheriff's Department nachträglich sieben Personen wegen Rauschgiftbesitzes sowie eine weitere Person wegen des Verkaufs von Rauschgift festgenommen. Phelps gehörte nicht zu den verhafteten Personen.

"Nach den Ermittlungen sind wir der Ansicht, dass wir nicht genügend Beweise haben", sagte Sheriff Leon Lett und teilte mit, dass gegen keine Person eine Anklage formuliert werde.

Phelps hatte seinen Fehler unlängst eingestanden und Reue gezeigt. Trotzdem wurde der 23-Jährige vom nationalen Verband USA Swimming wegen des "Verstoßes gegen den Verhaltenskodex" für drei Monate gesperrt, auch wenn kein Dopingvergehen vorliegt.