2009.02.18 Neuss : Steffen und Lurz sind die Besten

Die "Schwimmer des Jahres 2008" stehen fest. Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen und der Langstrecken-Olympiadritte Thomas Lurz haben das Rennen gemacht.

us
Hattrick geschafft: Britta Steffen

Genug der Ehre: Den Hattrick bei der Auszeichnung als Deutschlands "Schwimmerin des Jahres" nahm Britta Steffen eher als schöne Nebensache zur Kenntnis, denn nach längerer Auszeit im Becken bereitet sich die Doppel-Olympiasiegerin auf weitere Großtaten vor. Am Samstag bestreitet die 25-Jährige in Berlin ihren ersten individuellen Wettkampf auf der 50-m-Bahn seit Peking. Ziel ist in diesem Jahr vor allem der Titel bei der WM im Sommer in Rom.

"Die Pause war wichtig"

"Ich bin seit Januar wieder ernsthaft im Training. Die Pause war wichtig für mich, auch, um mich intensiver um mein Studium kümmern zu können. Nun bin ich dabei, die Grundlage zu schaffen, um wieder zu meiner Form zu finden", sagte Steffen, die die WM als Höhepunkt ins Visier genommen hat: "Dieser Titel fehlt mir noch. Das ist eine große Motivation."

Am Mittwoch wurde Steffen, die schon als Sportlerin des Jahres ausgezeichnet worden war, bei der Kür zur Schwimmerin des Jahres 2008 nochmal für ihren Doppel-Coup von Peking belohnt. Wie erwartet und wie 2006 und 2007 lag die Blondine vorn. Mit 212 Punkten verwies sie Europameisterin Janne Schäfer aus Heidelberg (160) und Daniela Samulski aus Essen (133) auf die Plätze zwei und drei.

Am Samstag folgt dann das sportliche Comeback beim 22. internationalen Schwimmfest der SG Neukölln. Zuvor hatte Steffen die Kurzbahn-Saison fast komplett ausgelassen und nur auf Nebenstrecken bei der deutschen Mannschaftsmeisterschaft ein kurzes Stelldichein gegeben.

Bei den Männern setzte sich der Langstrecken-Spezialist und Olympia-Dritte Thomas Lurz als Schwimmer des Jahres knapp gegen Europameister und Kurzbahn-Weltrekordler Paul Biedermann aus Halle/Saale durch. Mit 271 Punkten lag der Würzburger zehn Zähler vor Biedermann. Platz drei belegte der achtmalige Schwimmer des Jahres, Thomas Rupprath aus Rostock (177).

Lurz bleibt im Becken

Wie Steffen will auch Lurz bei der WM in Rom zuschlagen. Das Freiwasser meidet er im Moment allerdings. Die Südamerika-Tour hat er ausgelassen, trainiert lieber im Becken. "Der Weltcup wird für mich erst nach Rom richtig interessant. Dann will ich auch in diesem Wettbewerb angreifen", erklärte Lurz.