2009.02.25 Neuss : Williams-Hauptsponsor RBS springt ab

Die Royal Bank of Scotland (RBS) wird den Vertrag mit dem Formel-1-Team Williams nicht verlängern. Der Kontrakt, der dem Rennstall rund 11,2 Millionen Euro bringt, endet 2010.

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Rosbergs Williams-Team verliert Hauptsponsor

Der Williams-Rennstall des Wiesbadener Formel-1-Piloten Nico Rosberg verliert einen seiner Hauptsponsoren. Am Mittwoch gab die Zentrale der Royal Bank of Scotland (RBS) in Edinburgh bekannt, den zum Saisonende 2010 auslaufenden Vertrag nicht mehr zu verlängern.

Damit werden dem britischen Rennstall von Sir Frank Willians umgerechnet rund 11,2 Millionen Euro fehlen. Erst im Januar hatte die Financial Times berichtet, das Williams in den vergangenen beiden Jahren einen Verlust von 50 Millionen Euro erlitten habe.

RBS-Direktor Dr. Andrew McLauglin begründete den Ausstieg mit der derzeitigen Finanzkrise und den dadurch erlittenen Verlusten. Das Traditions-Institut soll Verluste in Höhe von rund 30 Milliarden Euro beklagen.

"Müssen uns der Realität stellen"

"Wir müssen uns der Realität stellen. Wir befinden uns in sehr schwierigen Zeiten und haben nun alle unsere Aktivitäten im Sponsoring überprüft." Wie MacLaughlin in einem BBC-Interview weiter mitteilte, wird die Royal Bank als Geldgeber voraussichtlich auch bei anderen Projekten aussteigen.

Die Bank sponsort unter anderen auch Schottlands Tennisstar Andy Murray. Nach heutiger Planung will die RBS ihr Sportsponsoring bis 2010 um 50 Prozent zurückfahren.

Frank Williams blieb trotz der Hiobsbotschaft zuversichtlich: "RBS war ein großartiger Partner, dem wir dankbar sind. Aber wir sind in einer starken Position und können uns den Herausforderungen der kommenden beiden Jahre stellen." Der Vertrag mit Williams läuft seit 2005 und wurde 2007 für drei Jahre verlängert.