2009.02.26 Neuss : "Wölfe" haben das Achtelfinale noch im Visier

Die Heimstärke soll dem VfL Wolfsburg gegen Paris St. Germain noch den Einzug ins Achtelfinale des UEFA-Cups sichern. "Wir können das Unmögliche wahr machen", sagt Marcel Schäfer.

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Wolfsburgs Abwehrspieler Marcel Schäfer

Zwei Tore Hypothek aus dem Hinspiel, personelle Sorgen, aber großes Vertrauen in die eigene Heimstärke: Der VfL Wolfsburg glaubt vor dem UEFA-Cup-Rückspiel gegen Paris St. Germain heute (19 Uhr) an ein Wunder. "Wir können das Unmögliche wahr machen. Wenn wir daran glauben, klappt es auch", sagt Abwehrspieler Marcel Schäfer.

Nach zwölf Heimsiegen in Folge ist das Selbstvertrauen der "Wölfe" im eigenen Stadion schier grenzenlos. Schließlich konnte die Festung VW-Arena seit April letzten Jahres von keiner gegnerischen Mannschaft mehr eingenommen werden. "Aufgrund unserer Heimstärke sind wir in der Lage, zu Hause jeden Gegner zu schlagen", äußert Trainer Felix Magath.

Auch wenn die späten Tore der 0:2-Niederlage vergangene Woche in Paris den Bundesliga-Sechsten schwer getroffen haben, überwiegt vor dem Wiedersehen mit dem zweimaligen französischen Meister die Zuversicht. "Wichtig ist, dass wir das erste Tor erzielen. Wir müssen ohne Ende Druck machen", erklärt Torjäger Edin Dzeko, der in dieser Saison bereits 18 Pflichtspieltreffer erzielte.

Wolfsburgs japanischer Mittelfeldspieler Makoto Hasebe geht sogar noch weiter: "Ich träume vom Gewinn des UEFA-Pokals, und diese Hoffnung habe ich noch nicht aufgegeben", sagte der 25-Jährige der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung. Und Spielmacher Zvjezdan Misimovic ergänzt: "Zu Hause haben wir schon gegen Mannschaften gewonnen, die besser besetzt waren als Paris."

Doch während PSG-Trainer Paul Le Guen seine Stars wie Ex-Nationalspieler Claude Makelele im UEFA-Cup bislang bewusst schonte, muss Magath notgedrungen auf mehrere Leistungsträger verzichten. So fehlt weiterhin Top-Stürmer Grafite, der nach seiner Meniskusoperation zwar schon wieder trainiert, jedoch noch nicht wieder einsatzfähig ist. Gleiches gilt für Abwehrspieler Sascha Riether (Innenbanddehnung) sowie Ashkan Dejagah, der weiter von einer Hepatitis-Erkrankung geschwächt ist.

Ebenfalls nicht dabei ist Mannschaftskapitän Josue, der im Hinspiel seine dritte Gelbe Karte des laufenden Wettbewerbs kassierte und damit gesperrt ist. Magath spielt jedoch den Ausfall des Brasilianers herunter: "Wir müssen gegen Paris ja ohnehin voll auf Offensive setzen. Da fällt sein Fehlen als Defensivspieler nicht so ins Gewicht."

Doch schon ein Gegentor würde die Wolfsburger Hoffnungen wohl endgültig zunichte machen. Deshalb darf auch hinten nichts anbrennen. Dessen ist sich Schäfer bewusst: "Wenn wir hinten die Null halten, packen wir's."